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Nach Krawallen bei Dynamo-Aufstieg: Polizei mit Großrazzia

IMAGO / Jan Huebner

Nachdem es beim Aufstieg von Dynamo Dresden am 16. Mai zu schweren Krawallen vor dem Stadion gekommen war, bei denen über 200 Personen verletzt worden sind, hat die Polizei am Donnerstagmorgen eine Großrazzia in Sachsen und Brandenburg durchgeführt. 

Vier Festnahmen

Dabei wurden insgesamt 56 Wohnungen durchsucht. Ziel der Durchsuchungen war es, Beweismittel sicherzustellen, insbesondere Tatkleidung, Mobiltelefone und Pyrotechnik. Zu Beginn des Einsatzes wurden vier dringend Tatverdächtige im Alter von 20, 22, 23 und 31 Jahren festgenommen. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, bei den Ausschreitungen eine aktive Rolle eingenommen und Glasflaschen oder andere Gegenstände gegen Polizeibeamte geworfen zu haben. "Die vier Beschuldigten sind bereits einschlägig in Erscheinung getreten. Gegen alle vier Beschuldigte besteht der Haftgrund der Wiederholungsgefahr", teilte die Polizei mit. Sie sollen im Laufe des heutigen Tages dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Dresden vorgeführt werden.

Insgesamt 70 Verfahren

Insgesamt führen die Staatsanwaltschaft Dresden sowie die Polizeidirektion Dresden derzeit Ermittlungen gegen 70 Beschuldigte unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall. Nach 40 von ihnen wurde öffentlich gefahndet, mehrere stellten sich daraufhin bei der Polizei. Bei den laufenden Maßnahmen sind etwa 800 Polizeibeamte im Einsatz. Die Ermittler der "Soko Hauptallee" werden dabei von Einsatzkräften der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie der Bundespolizei unterstützt.