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Nach verpasstem Wiederaufstieg: Wie geht es beim HSV weiter?

Der Hamburger SV wird auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga an den Start gehen – ein Schicksal, das der ehemalige Bundesliga-Dino unbedingt vermeiden wollte. Nun soll der Wiederaufstieg mit einem Jahr Verspätung her: In Hamburg wird an den Stellschrauben für die kommende Saison gedreht.

"Aufstieg ist das klare Ziel"

Ein Spiel dieser für den HSV überaus unglücklich verlaufenden Zweitliga-Rückrunde ist ja noch zu spielen, dennoch liegt das Augenmerk im Verein bereits ganz klar auf der kommenden Saison. Logisch, denn nach der vorentscheidenden 4:1 Pleite in Paderborn spielen die Hamburger im Aufstiegsrennen keine echte Rolle mehr – ein Umstand, den HSV- Vorstandschef Bernd Hoffmann in der nächsten Spielzeit auf keinen Fall noch einmal erleben möchte: "Das allerletzte was passieren wird, ist, dass wir uns mit der 2. Liga anfreunden werden. Aufstieg ist das klare Ziel, das unterschreibe ich", so Hoffmann gegenüber der "Bild".

Als "überflüssigsten Nichtaufstieg der Fußballgeschichte" bezeichnete Hoffmann die verpasste Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse und machte sich auf Fehlersuche: "In der Rückrunde kann ich mich kaum an einen Spieler erinnern, der eine ähnliche Leistung wie in der Hinrunde erreicht hätte. Das werden wir in aller Klarheit analysieren und die notwendigen Schritte unternehmen, damit wir insgesamt auf ein anderes Niveau kommen", erklärte Hoffmann. Nimmt man lediglich die zweite Hälfte der Saison zur Hand, steht der HSV sogar wie ein potenzieller Absteiger dar: Mit nur 16 Punkten aus 16 Partien rangieren die Hamburger auf Platz 16 der Rückrundentabelle.

Wer steht an der Seitenlinie?

Klar, dass diese Ausbeute für den Wiederaufstieg nicht reicht – und Ängste schürt, dass es auch in der kommenden Saison nicht klappen könnte: "Wir müssen jeden einzelnen Stein umdrehen, weil es sich um ein System-Versagen handelt. Das gesamte Sport-System hat im Winter begonnen zu kollabieren und ist nicht wieder auf die Beine gekommen", so Hoffmann. Der Wechsel von Christian Titz zu Hannes Wolf schien nur kurz Besserung zu bewirken – dann ging es abwärts: "Es ist der Kreislauf des Schreckens. Es kommt ein neuer Trainer, es läuft sechs, sieben Spiele gut, dann ist es vorbei. Diesen Kreislauf müssen wir durchbrechen.“ Indem man man den aktuellen Trainer weiterbeschäftigt – oder es doch noch einmal mit jemand anderem versucht?

Wolf hat zwar noch Vertrag bis 2020, dennoch könnte seine Amtszeit im Sommer bereits vorzeitig zu Ende gehen. Wie die "Bild" berichtet, soll der HSV bereits bei möglichen Kandidaten vorgefühlt haben: Sowohl Bruno Labbadia, der den VfL Wolfsburg zu Saisonende verlässt, als auch Dieter Hecking, dessen Engagement in Gladbach endet, sollen konkrete Kandidaten sein.