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Negativlauf beendet: Hansa kriegt im Ostderby den "Bock umgestoßen"

IMAGO / Jan Huebner

Mit einem 3:1-Sieg über den 1. FC Magdeburg beendete der F.C. Hansa Rostock am Samstagnachmittag den Negativlauf von drei Pleiten in Serie. Maßgeblich hierfür war für Trainer Jens Härtel ein taktischer Schritt zurück in ein bewährtes System.

"Glück gehabt"

Ein Doppelschlag von Kai Pröger sollte den FCH am Samstagnachmittag auf die Siegerstraße bringen (30. / 41.). Davor war es auf beiden Seiten durchaus eng, musste auch Hansa-Coach Jens Härtel zugestehen. "Insgesamt von der Atmosphäre, von der Intensität war es das, was alle erwartet haben von dem Spiel", befand der 53-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. So sei der Gast aus Magdeburg "eine extrem gefährliche Mannschaft", die mit ihren "Blitzen" auf den Außenbahnen immer wieder gefährlich geworden sei. "Da haben wir auch ein bisschen Glück gehabt", musste der Trainer gestehen. Die Rostocker selber seien jedoch ebenfalls nicht gänzlich ungefährlich gewesen, wie die vergebene Großchance von Lukas Hinterseer in der 22. Spielminute bewies – ehe der angesprochene Doppelschlag das Derby entschied.

Nach diesem sei es "wichtig" gewesen, "mit dem dritten Tor nochmal mehr Sicherheit reinzubringen". Dies gelang durch einen Treffer von Lukas Fröde (64.), der das Spiel somit endgültig entschied. Insgesamt sei der Matchplan dabei gut aufgegangen. Beim ersten Treffer hätten die Rostocker das Magdeburger Pressing "relativ konsequent überspielt", der zweite fiel nach einem Standard, was als Kernelement ausgemacht worden sei. "Wir sind froh, dass das aufgegangen ist", gab Härtel entsprechend zu. Zwar musste die "Kogge" noch den FCM-Ehrentreffer in den Schlussminuten schlucken, doch hatte dieser keine Auswirkungen mehr. Am Ende stand für Härtel fest: "Wir sind froh, dass wir den Bock umgestoßen haben hier in einem Derby."

Zurück in die Zukunft

Neben dem offensiven Gedanken vor dem Spiel spielte auch ein weiterer taktischer Kniff eine gewichtige Rolle. So setzte der Coach wieder eine Viererkette mit den bewährten Innenverteidigern Damian Roßbach und Ryan Malone. Hinzu kam eine Doppelrolle für Sechser Fröde, "der situativ mit reinrutscht". Hier habe er als Trainer in der Ausrichtung "einen Schritt zurückgemacht" zu einem System, was sich bereits in der Vergangenheit bewährt habe. "Das ist das, was letzte Saison auch funktioniert hat", beobachtete der Übungsleiter. Zumal die Neuen noch Zeit bräuchten. So fanden sich Lucoqui und van Drongelen erstmal auf der Bank wieder. Diese Umstellung "war am Ende der Schlüssel", empfand Härtel.

Eine Ausbootung der Neuzugänge sollte dies keineswegs sein. Viel mehr solle nun die Länderspielpause dazu dienen, die Hinzugekommenen weiter zu integrieren. "Wir werden die Woche nutzen, um weiter nachzusteuern im athletischen Bereich", gewährte der Trainer Einblicke. Das kommende Wochenende soll jedoch freigegeben werden, ehe sich Hansa ab Montag "intensiv" auf Kiel vorbereite. Nach dem Ende der Pleiten-Serie stand nun wieder der erste Dreier, der einen zumindest vorläufigen Sprung auf Rang 9 bedeutet. In zwei Wochen gilt es, diesen dann in Kiel, dem Achten des Tableaus, zu bestätigen, sodass nach dem Negativ- nun womöglich ein Positivlauf starten kann.