"Nicht stattgefunden": KSC verabschiedet sich aus Aufstiegsrennen

Nach der 0:1-Niederlage gegen den VfL-Osnabrück muss sich der Karlsruher SC langsam aber sicher aus dem Aufstiegsrennen verabschieden. Entsprechend ernüchtert erschienen auch die Verantwortlichen nach dem Spiel.

"Das war eine Nicht-Leistung"

Dass die Akteure des KSC die vierte sieglose Partie in Folge zu sehr auf die leichte Schulter nehmen könnten, wurde bereits nach Abpfiff schnell negiert. "Das war eine Nicht-Leistung von uns heute, das muss man ganz klar sagen", resümierte KDC-Mittelfeldmann Gondorf nach dem Abpfiff schonungslos. Bereits in der Anfangsphase hätte es die kalte Dusche geben können, doch KSC-Keeper Gersbeck konnte einen schwachen Elfmeter von Osnabrücks Kerk parieren – den Endstand von 0:1 aber lediglich verzögern.

"Osnabrück war einfach frischer und giftiger als wir. Man muss ehrlich sagen, dass sie den Sieg auch mehr wollten", empfand auch Stürmer Hofmann, der somit dieselbe Auffassung wie Trainer Eichner teilte, der auf der Pressekonferenz schlicht zusammenfasste, dass der KSC an diesem Samstagnachmittag "nicht stattgefunden" habe. So habe der KSC "mit zu wenig Überzeugung" gespielt und der siegreiche VfL wäre "einfach wacher" gewesen.

"Das i-Tüpfelchen"

Die Niederlage stand dabei am Ende einer sehr aufgeregten Woche beim KSC, der von diversen positiven Coronatests in der Vorbereitung gestört wurde. Für Trainer Eichner stellte die vermeidbare Niederlage somit "das i-Tüpfelchen der gesamten Woche" dar. Eine Ausrede sollte dies allerdings nicht sein. "Klar war es keine perfekte Woche mit den ausgefallenen Trainingseinheiten", gestand Hofmann, doch müsse jeder auf dem Feld Stehende "Gas geben und 90 Minuten auf dem Platz voll da sein". Dies habe ihm gefehlt.

"Da müssen wir Profi genug sein, um sowas nicht in unsere Köpfe reinkommen zu lassen", pflichtete auch Gondorf bei. "Deswegen lasse ich das nicht als Ausrede gelten, auch für mich nicht. Wir haben heute auf dem Platz nicht stattgefunden, darüber müssen wir uns intensiv Gedanken machen", gab er anschließend die Marschrichtung für die kommenden Tage vor. Nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge wächst der Abstand auf die obersten Plätze beträchtlich an. Mittlerweile fehlen dem KSC bereits sieben Zähler auf Platz 3. Gegen Fortuna Düsseldorf solle nun der Versuch gestartet werden, "wieder vernünftig in die Spur zu kommen", gab Eichner vor. Wie dem KSC dies gelingt, wird sich zwar zeigen müssen, die passende Einstellung, diese Probleme anzugehen, scheint jedoch vorhanden. Erkannt wurden sie bereits.

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