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Osnabrück zerlegt Darmstadt: "Eine eins mit Sternchen"

Mit einem überzeugenden 4:0 gegen den SV Darmstadt sicherte sich der VfL Osnabrück seinen zweiten Saisonsieg. Die Art und Weise, wie der Sieg zustande kam, sorgte für Euphorie bei Spielern wie beim Trainer.

Thioune kann "richtig gut schlafen"

"Sehr freudig, gut gelaunt" – so beschrieb Daniel Thioune seine Stimmung auf der Pressekonferenz nac der Partie. Soeben war er Zeuge geworden, wie der extrem mutig auftretende Aufsteiger einen glatten 4:0 Heimsieg einfuhr. Daniel Thioune wäre nicht Daniel Thioune, wenn er nicht noch ein Kleinigkeit zum Optimieren gefunden hätte ("Ich hatte gehofft, dass wir in den ersten 25 Minuten etwas klarer sind und uns ein zweites Tor herausspielen"), aber am Ende befand der Trainer ganz deutlich: "Meine Mannschaft hat von der ersten Minute an überragend performt. Eine eins mit Sternchen, was Umsetzung mit dem Ball betraf, was das Spiel gegen den Ball betraf, da kann man als Trainer heute richtig gut schlafen."

Auch die Spieler zeigten sich regelrecht euphorisiert: "Das hat Spaß gemacht heute. Wir haben mutig aufgespielt, die Zweikämpfe angenommen und unseren Plan durchgezogen", erklärte etwa Anas Ouahim gegenüber der "NOZ": "Das Ziel war, trotz des Stimmungs-Boykotts der Ultras die Atmosphäre im Stadion anzuzünden – das haben wir geschafft." Das hatte auch Thioune beobachtet: "Ich glaube, wir haben mit unserer Leistung den einen oder anderen angesprochen, der in diesem Stadionrund war. Bei dem frühen Tor ist dann auch keiner dabei, der die Hände in den Taschen behält, sondern die Arme hochreißt und sich darüber freut."

Fans pushen VfL zum Sieg

So richtig knallte es dann aber ab dem Anpfiff der zweiten Halbzeit. Denn dann machte die Kurve endgültig mit und pushte den VfL noch mehr nach vorne: "Dass direkt zum Halbzeitpfiff das Signal aus der hüpfenden und singenden Ostkurve kam, dass die Jungs jetzt da sind, war dann ein zusätzlicher Kick für uns für die zweite Halbzeit", erzählte Nils Körber. Thioune sah in diesem Wechselspiel ebenfalls einen Mit-Grund dafür, dass Wolze (51.), Ouahim (72.) und Alvarez (79.) die Treffer zwei bis vier nachlegten: "Wir haben in der zweiten Halbzeit gemerkt, wie laut unser Stadion sein kann. Das war dann vielleicht auch der Push für das zweite, dritte und vierte Tor. Und entsprechend glaube ich: Gelungener Fußballabend und Stimmung auch ganz geil."

Ein durchweg positives Fazit also für den Aufsteiger – und ein gelungenes Debüt für Joost van Aken, der erst seit einigen Tagen beim VfL ist: "Das erste Spiel mit 4:0 zu gewinnen – einen besseren Einstand kann man sich nicht wünschen", so der Innenverteidiger: "Diese Atmosphäre wie hier im Stadion habe ich weder in England noch in den Niederlanden schon erlebt." In der Tabelle liegt Osnabrück derzeit sogar auf Platz drei: "Wir müssen jetzt nicht glauben, dass wir um die Aufstiegsplätze mitspielen", so van Aken: "Wenn wir aber weiter solche Leistungen liefern, können wir unangenehm für jeden Gegner sein."