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Paderborns historischer Erfolg gegen Greuther Fürth

Jahrelang galt die SpVgg Greuther Fürth als Angstgegner des SC Paderborn, am Samstag haben die Ostwestfalen diesen Bann auf beeindruckende Weise gebrochen. Dabei feierte der Aufsteiger nicht nur einen historischen Sieg, sondern sendete auch Grüße in den Himmel.

"Wilfried wäre stolz auf Euch"

Gala, Machtdemonstration, Einbahnstraßenfußball: Der 6:0-Kantersieg gegen das Kleeblatt lässt viele Umschreibungen zu. Bereits nach knapp 30 Minuten war die Partie gegen desolate Fürther durch Treffer von Klement (11.), Tekpetey (19.) und Michel (29.) entschieden, in der zweiten Halbzeit legte der SCP über Gueye (65.), Pröger (69.) und Michel (77.) drei weitere Tore nach, feierte damit den höchsten Sieg seiner Vereinsgeschichte und fügte Fürth im 1044. Spiel gleichzeitig die höchste Niederlage seiner Zweitliga-Geschichte zu. Dabei galt die Spielvereinigung jahrelang als Angstgegner der Paderborner: Bis zum historischen Spiel am Samstagnachmittag hatte Paderborn in 19 Spielen nur dreimal gegen Fürth gewonnen – zuletzt im November 2009.

Umso beeindruckender war der Sieg am Samstag, mit dem die Mannschaft einen Gruß in den Himmel in Richtung des verstorbenen Ex-Präsidenten Wilfried Finke sendete. "Wilfried wäre stolz auf Euch", sagte Stadionsprecher Jürgen Lutter nach Spielende. Bereits vor der Partie hatten die Fans mit einer großen Choreo für einen bewegenden und emotionalen Abschied des größten SCP-Förderers gesorgt. "Heute haben die Jungs alle einen richtig guten Job gemacht", lobte Trainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Wir haben heute vieles richtig gemacht und uns zahlreiche Tormöglichkeiten erarbeitet."

Nächster historischer Erfolg winkt

Mit 48 Toren stellt der Aufsteiger derzeit die beste Offensive der 2. Bundesliga und erzielte allein in den letzten beiden Heimspielen satte zwölf Tore. Nur noch drei Punkte trennen den SCP als Tabellensiebter vom Relegationsrang, doch ein möglicher Durchmarsch in die Bundesliga ist bei den Schwarz-Blauen nach wie vor kein Thema.

Viel Zeit zum Träumen bleibt ohnehin nicht, bereits am Dienstag ist der SC Paderborn im Pokal-Achtelfinale beim MSV Duisburg gefordert. Und die Baumgart-Elf ist gewarnt: Nicht nur, dass der Aufsteiger in den letzten beiden Auswärtsspielen – im krassen Gegensatz zu den Heimauftritten – ohne Tor blieb: Beim letzten Auftritt in Duisburg Anfang Oktober musste sich Paderborn mit 0:2 geschlagen geben. "Wir wissen, was auf uns zukommt", sagte Baumgart am Montag. Mit einem Sieg würde der SCP erstmals in seiner Vereinsgeschichte zum zweiten Mal in Folge in das Viertelfinale des DFB-Pokals einziehen. Es wäre ein weiterer historischer Erfolg.