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Fürth hadert nach Remis "mit den Schiedsrichterentscheidungen"

IMAGO / Zink

Die Aufregung auf Fürther Seite war groß am Freitagabend. Nach der 1:1-Punkteteilung mit dem Karlsruher SC rückte das Ergebnis kurz nach Schlusspfiff in den Hintergrund. Vielmehr wurden zwei strittige Schiedsrichterentscheidungen thematisiert.

"Eine klare Gelb-Rote Karte" und ein strittiger Handelfmeter

Nachdem Karlsruhes Paul Nebel in der 27. Minute verwarnt wurde, entkam dieser wenige Minuten vor der Pause beim Spielstand von 0:0 einem Platzverweis. Dieser grätschte Sebastian Griesbeck an der Seitenlinie um, hatte allerdings Glück, dafür nicht mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen worden zu sein (40.). Für Kleeblatt-Coach Marc Schneider "eine klare Gelb-Rote Karte". Die Franken ließen sich davon aber nicht aus der Konzentration bringen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs knüpften sie an ihre ordentliche Leistung aus Halbzeit eins an und gingen in der 57. Minute durch Frankfurt-Leihgabe Ragnar Ache verdient mit 1:0 in Front.

Doch die Führung hielt nicht lange, denn Marvin Wanitzek traf in der 66. Minute per Strafstoß zum 1:1. Schiedsrichter Dr. Arne Aarnink entschied nach Videobeweis auf Handelfmeter, nachdem Oussama Haddadi den Ball mit dem Arm berührte. Der Unparteiische bemerkte aber augenscheinlich nicht, dass das Spielgerät vom Bauch Haddadis an dessen Arm gelenkt wurde. "Wir haben vor zwei, drei Tagen einen Schiedsrichter-Vortrag gehabt. Was da erzählt und heute gepfiffen wurde, macht für mich keinen Sinn", zitiert der "Kicker" den aufgebrachten Simon Asta. "Uns hat man gesagt, dass man so etwas nicht pfeift. Deswegen war ich geschockt auf dem Feld", so der Fürther Rechtsverteidiger weiter.

Schneider konnte die Elfmeter-Entscheidung ebenfalls nicht nachvollziehen. "Es hat sich niemand beschwert. Dann lässt er es laufen, schaut sich es drei Minuten an – dann kann es ja nicht eindeutig sein", so der neue Kleeblatt-Coach. Allerdings könne solch eine Situation "vielleicht auch mal für uns ein Vorteil sein. Aber natürlich ist das ein wichtiger Punkt gewesen, denn wenn du führst, muss Karlsruhe mehr machen. Es hätte die Räume gegeben, die wir erhofft haben."

Zufrieden mit der Einstellung – spielerische Mängel bleiben

"Wir haben einen Punkt geholt, das muss man auch sehen. Aber natürlich wollten wir es gewinnen. Wir hatten auch ein bisschen Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen", resümierte Asta. "Ich denke, dass die Fans schon gesehen haben, dass wir uns heute reingekämpft haben, was wir die letzten zwei Spiele nicht so gezeigt haben. Die Einstellung hat heute auf jeden Fall gestimmt", so der deutsche U21-Nationalspieler.

Auch Schneider lobte die Einstellung seines Teams, sah spielerisch aber noch Mängel: "Wir wussten, dass das schwierig wird, aber die Jungs haben füreinander gearbeitet. Sie haben das gut gemacht in dem Sinn, dass sie geschlossen aufgetreten sind. Ich bin happy mit der Einstellung. Wir haben das umgesetzt, dass wir das fußballerisch besser lösen können, ist klar."