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Pokal: F95 blamiert sich – SVS geht unter – KSC ist weiter

In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals traten am Sonntag Nachmittag mehrere Zweitligisten an. Während der Karlsruher SC beim 1.FC Neubrandenburg durch Treffer von Gaetan Krebs, Jan Mauersberger und Ilijan Micanski mit 3:1 bestehen konnten, sind der SV Sandhausen und Fortuna Düsseldorf ausgeschieden. Die Fortunen mussten sich bei den Würzburger Kickers mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Die Tore von Heinrich Schmidtgal und Sergio da Silva Pinto reichten nicht für den Favoriten, der nach einer schwachen Vorstellung, inklusive Platzverweisen gegen Charlison Benschop und Adam Bodzek, verdient ausgeschieden ist. Der SV Sandhausen kam bei Drittligist Arminia Bielefeld mit 1:4 unter die Räder. Torschütze Lukas Kübler konnte dabei in der Schlußphase nur Ergebniskosmetik betreiben.

Fortuna rettet sich in die Verlängerung – Lewerenz sorgt für die Entscheidung

Nach zwei Unentschieden zum Saisonstart wollte Fortuna Düsseldorf im DFB-Pokal endlich den ersten Pflichtspielsieg der neuen Saison. Die Würzburger Kickers waren dabei sicherlich Außenseiter, auch wenn sie aktuell Tabellenführer der Regionalliga Bayern sind. Fortuna-Coach Oliver Reck tauschte seine Startelf lediglich auf einer Position und brachte Joel Pohjanpalo im Sturm für Charlison Benschop. Die Rheinlander taten sich zu Beginn schwer und kamen gegen die gut verteidigenden Würzburger zunächst zu keinen wirklichen Torchancen. Die Franken ließen keinen Klassenunterschied erkennen und hatten sogar durch Christopher Bieber die erste große Torchance, der allerdings aus fünf Metern knapp vorbei zielte (27.). Auch danach machten die Hausherren den besseren Eindruck in einem zunehmend hitzigen Spiel. Düsseldorf reichte vor der Pause aber ein einziger vernünftiger Spielzug, um in Führung zu gehen. Heinrich Schmidtgal wurde nach einem Konter über Erwin Hoffer angespielt und traf zum 1:0 für die Gäste (42.). Die Pausenführung sorgte jedoch für keine Ruhe im Spiel der Düsseldorfer und die Würzburger begannen den zweiten Abschnitt ähnlich forsch wie den ersten, nur diesmal mit Erfolg. Steven Lewerenz setzte sich auf der linken Seite stark durch und bediente Bieber, der zum Ausgleich einköpfte (51.). Nun kam der Außenseiter richtig in Fahrt und erneut Bieber sorgte kurz darauf sogar für die Führung der Würzburger, nach tollem Hackenzuspiel von Liridon Vocaj (55.). Die Fortunen schüttelten sich kurz und nutzten kurz darauf einen Freistoß, den Sergio da Silva Pinto direkt verwandelte, zum Ausgleich (58.). Jetzt war richtig Fahrt im Spiel und es wurde zunehmend hitziger, wodurch sich der eingewechselte Benschop zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Folgerichtig gabs die rote Karte für den Niederländer (67.). Nur kurz darauf hätte Würzburg die Überzahl fast direkt genutzt, doch Bieber traf nur die Latte (69.). Düsseldorf wirkte frustriert, spielte weiterhin sehr hart und konnte sich kaum befreien. Marco Haller hatte dann die nächste Großchance für den Regionalligisten, traf aber nur den Pfosten (73.). Zum Ende beruhigte sich die Partie etwas und ging letztlich ohne weitere Highlights in die Verlängerung. Dort wirkten die Favoriten dann deutlich stabiler, während den Kickers merklich die Kräfte schwanden. Erst im zweiten Verlängerungsabschnitt war wieder mehr los, doch ein Warnschuss von Bieber (106.) blieb zu ungefährlich und als kurz darauf Haller im Strafraum der Düsseldorf fiel (110.), blieb der Elfmeterpfiff zum Glück für den Favoriten aus. Die Fortunen wurden nur durch eine scharfe Flanke von Julian Schauerte gefährlich (111.). Ein Standard brachte schließlich die Entscheidung für die Würzburger. Lewerenz brachte einen Freistoß direkt in Richtung Tor, Hoffer fälschte den Ball unglücklich mit dem Kopf ab und machte ihn somit unhaltbar für Torwart Michael Rensing (114.). Für einen letzten Aufreger sorgte Adam Bodzek, der nach einem unnötigen Handspiel mit gelb-rot vom Feld musste. Der Außenseiter brachte den Sieg danach gegen nur noch neun Düsseldorfer souverän über die Zeit und sorgte dafür, dass die Fortuna wie im letzten Jahr bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden ist und zudem für die erste Pflichtspielniederlage für Trainer Oliver Reck.

Schuppan leitet SVS-Pleite ein – Traumtor von Klos

Ein eher undankbares Los hatte der SV Sandhausen für den DFB-Pokal erwischt und musste zum Zweitliga-Absteiger Arminia Bielefeld reisen. Während man bei den Ostwestfalen froh war im Vergleich zum Ligabetrieb einmal nicht Favorit zu sein, blieb abzuwarten wie die Sandhäuser mit dieser Rolle umgehen würden. Beide Trainer tauschten Personal im Vergleich zum letzten Spiel. Arminia-Trainer Norbert Maier brachte mit Peer Kluge und Christian Müller zwei Neue, während sein Gegenüber Alois Schwartz mit Timo Achenbach, Tim Kister und Aziz Bouhaddouz anstelle von René Gartler, Andrew Wooten und Florian Hübner drei Änderungen vornahm. Dass tatsächlich kaum ein Leistungsunterschied zwischen den beiden Teams liegt, zeigten dann die ersten Minuten in denen keiner wirklich torgefährlich werden konnte und sich die Mannschaften nicht aus ihrer Grundordnung locken ließen.Wenn überhaupt dann machten die Gastgeber in der ersten halben Stunde den besseren Eindruck und gewannen mehr Zweikämpfe ohne jedoch wirkliche Impulse nach vorne zu setzen. Kurz nach dem der SVS durch Marco Thiede einmal Torgefahr zeigte (38.) war auf der Gegenseite Sebastian Schuppan nach Freistoßflanke von Florian Dick zur Stelle und köpfte zur Führung der Arminia ein (42.). Nach der Pause kamen die Gäste zunächst ganz gut aus der Kabine und wirkten gewillt den Ausgleich zu erzwingen. Ein Traumtor sorgte dann jedoch für Ernüchterung. Ein Eckball von Dick kam weit ins Feld, wo Fabian Klos den Ball volley aus der Luft nahm und aus knapp 16 Metern unter die Latte zimmerte (57.). Nun brachen alle Dämme bei den Sandhäusern. Wieder Dick brachte einen Freistoß nach innen, wo Freund und Feind verpassten und der Ball so direkt zum 3:0 ins Gehäuse ging (60.). Christian Müller gelang wenig später nach Zuspiel von Klos sogar das 4:0, womit das Spiel endgültig entschieden war (64.). Lukas Kübler konnte nach einer Achenbach-Flanke noch auf 4:1 verkürzen (76.), was jedoch lediglich als Ergebniskosmetik diente. Bielefeld zieht dank einer guten Vorstellung nach der Pause und beeindrückender Effizienz verdient in die nächste Runde ein und der SV Sandhausen steckt bereits früh in einer kleinen Krise.

Fischer schockt KSC – Zwei Elfmeter bringen die Wende

Auf den Karlsruher SC wartete in der ersten Pokalrunde der 1.FC Neubrandenburg aus der Oberliga Nordost (Nord). Die Favoritenrolle nahmen die Badener gerne an und Trainer Markus Kauczinski versicherte im "kicker": "Wir fahren dorthin um zu gewinnen und wir müssen gewinnen." Der in der Liga noch unbesiegte KSC spielte auch beinahe mit der gleich Elf wie zuletzt beim FSV Frankfurt. Einzig Dennis Kempe musste raus und für ihn verteidigte Philipp Max hinten links. Karlsruhe war direkt im Spiel, versuchte Druck auszuüben und Manuel Torres setzte schon früh einen Warnschuss knapp übers Tor der Gastgeber (3.). Kurz darauf musste Neubrandenburgs Buschke einen platzierten Kopfball von Manuel Gulde auf der Linie klären (13.) und auch danach drückte der KSC, doch die großen Chancen ließen nun auf sich warten. Erst kurz vor der Pause war es Ilijan Micanski der ein flaches Zuspiel von Hiroki Yamada nur weniger Millimeter am Pfosten vorbeijagte (45.). Torlos ging es also in die zweite Hälfte, die dann mit einer kalten Dusche für den Favorit begann. Christoph Fischer stand nach einem Pfostentreffer von Daniel Nawotke genau richtig und staubte zur überraschenden Führung der Gastgeber ab (48.). Der KSC zeigte sich jedoch wenig schockiert und antwortete prombt. Gaetan Krebs nahm eine unglückliche Ballverlängerung des Gegners volley und traf zum Ausgleich (51.). Nur wenige Momente später ging Micanski im Strafraum der Gastgeber zu Boden und Jan Mauersberger verwandelte den fälligen Elfmeter zur Führung des Favoriten (55.). Danach war der Zweitligist besser im Spiel und bekam wenig später nochmals nach einem Foul an Micanski einen Elfmeter zugesprochen. Diesmal trat der Bulgare selbst an und erhöhte auf 3:1 (67.). Danach war das Spiel entschieden und lediglich FCN-Torwart Alexander Walter konnte sich noch auszeichnen, als er zweimal gegen Krebs und Dimitrij Nazarov glänzend parierte (73./74.). Ein Lattentreffer von Dennis Kühl sorgte noch einmal für Applaus im Stadion (79.) und auch danach drückten die Gastgeber immer wieder in Richtung Gehäuse des KSC. Das Ergebnis blieb jedoch bestehen und die Badener ziehen in die nächste Pokalrunde ein.