"Schlichtweg falsch": Schork weist Dynamo-Vorwurf zurück

Beim 1. FC Magdeburg standen und stehen turbulente Tage an. Am Freitagabend gastiert die Mannschaft von Petrik Sander bei der SpVgg Greuther Fürth. Wie der Trainer im Mediengespräch vor der Partie klarstellte, hat die Partie Endspielcharakter. Zusätzlich konterte Ottmar Schork, Geschäftsführer Sport, die Vorwürfe aus Dresden bezüglich des Wechsels von Andi Hoti.

"Letztlich ist es egal, wo man die Punkte holt"

Der Tabellen-17. trifft auf den Tabellen-18.: Wenn die SpVgg Greuther Fürth den 1. FC Magdeburg empfängt, steht für beide Teams ein richtungsweisendes Spiel an. Dass die Sachsen-Anhaltiner nach der Partie wieder ans Tabellenende rutschen könnten, beschäftigt FCM-Trainer Petrik Sander jedoch nicht. "Worst-Case-Szenarien interessieren mich nicht. Man muss positiv an die Sache rangehen. Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, dass sie das Spiel gewinnt", sagte der 65-Jährige.

Gleichzeitig ist ihm die Bedeutung der Begegnung bewusst: "Manchmal ist es schon ganz gut, gewisse Partien als Endspiele zu betrachten. Dann baut sich das eine auf das andere auf." Zum Gegner äußerte sich Sander: "Fürth ist mit seiner Offensive in der Lage, jedes Spiel für sich zu entscheiden. Da müssen wir dagegenhalten und unsere Qualität in die Waagschale werfen. Dann bin ich überzeugt, dass wir dort bestehen können." Ein Mutmacher für den FCM könnte dabei der Blick auf die Auswärtsbilanz sein. In der Fremde holte Magdeburg bereits 13 Punkte, zuhause hingegen nur sieben – damit ist der Klub Schlusslicht der Heimtabelle.

Warum das so ist, habe er "nicht so detailliert analysiert" erklärte Sander: "Ich gewinne auch lieber vor eigenem Publikum, aber letztlich ist es egal, wo man die Punkte holt." Möglich seien unterschiedliche Herangehensweisen: "Vielleicht sind es ein paar Prozentpunkte, die man glaubt, zuhause nicht investieren zu müssen." Personell bleibt die Lage angespannt. Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Samuel Loric und Luka Hyryläinen. Auch Tarek Chahed, Connor Krempicki, Alexander Ahl-Holmström und Eldin Dzogovic stehen nicht zur Verfügung. Magnus Baars fällt zudem mit einem grippalen Infekt aus. Neuzugang Richmond Tachie reist zwar mit, ob er direkt eine Option für die Startelf ist, ließ Sander offen: "Wir wollen und brauchen mehrere Varianten."

Streit um Hoti-Wechsel: Schork widerspricht Dynamo deutlich

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte der Wechsel von Andi Hoti zu Eintracht Braunschweig. Auch Dynamo Dresden hatte Interesse am Verteidiger bekundet und zwei Angebote abgegeben, zog letztlich jedoch den Kürzeren. Dresdens Sportgeschäftsführer Sören Gonther erklärte dazu auf der Vereinswebsite: "Die Qualität von Andi ist jedem in Dresden aus der Vorsaison bekannt. Wir haben Magdeburg im Schlussspurt ein sehr gutes Angebot unterbreitet, bei dem wir uns nichts vorzuwerfen haben. Am Ende ist es aber die Entscheidung der Verantwortlichen in Magdeburg, wenn der Spieler in keinem Fall in unseren Farben auflaufen soll."

Diese Darstellung wollte Ottmar Schork, Geschäftsführer Sport beim FCM, nicht unkommentiert lassen. "Das ist schlichtweg falsch", stellte er klar. Bereits vor Silvester habe es ein Telefonat mit Dresden gegeben, in dem er die Vorstellungen des FCM deutlich formuliert habe. "Auch mit Sören Gonther war ich später im engen Austausch. Am 4. Januar kam ein erstes Angebot von Dynamo, das nicht unseren Erwartungen entsprach."

U23-Versetzung geschah im "kompletten Einvernehmen"

Schork betonte zudem, dass Magdeburgs Forderungen klar gewesen seien: "Am letzten Dienstag hat mir Sören signalisiert, dass Dynamo unsere Vorstellungen nicht realisieren kann." Kurz darauf habe sich Eintracht Braunschweig gemeldet. "Am Freitag kam ein konkretes Angebot aus Braunschweig. Sie wollten mit dem Spieler sprechen und konnten unsere Konditionen erfüllen." Für den 68-Jährigen war die Angelegenheit damit entschieden.

Zwar habe Dynamo am Sonntagabend - einen Tag vor Transferschluss - noch einmal signalisiert, den Wechsel zu den ursprünglichen Bedingungen realisieren zu wollen, doch da sei es zu spät gewesen. "Ich habe die Interessen meines Vereins zu vertreten und konnte nicht bis zum letzten Tag warten. Da war das Thema Braunschweig schon zu weit fortgeschritten. Dynamo kam einfach zu spät."

Auch Vorwürfen, Hoti sei beim FCM in die U23 abgeschoben worden, widersprach Schork: "Wir haben ihm angeboten, bei der U23 zu trainieren. Das geschah im kompletten Einvernehmen. Er wollte sich fit halten, bis ein Wechsel zustande kommt. Wir haben ihn keineswegs abgeschoben."

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