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Schon wieder nach Elferschießen: Jahn feiert "Fußball-Festtag"

IMAGO / Eibner

Köln-Schreck Jahn Regensburg hat wieder zugeschlagen. Der Zweitliga-Spitzenreiter fügte dem Effzeh in der ersten DFB-Pokal-Runde eine 6:5-Niederlage nach Elfmeterschießen zu. Mit dem gleichen Ergebnis kegelten die Oberpfälzer Köln bereits vor zwei Jahren aus dem Pokal.

"Jeder Torhüter träumt davon, im Elfmeterschießen Held zu werden"

Damals bezwang der Jahn die Geißböcke im Achtelfinale. In den beiden vorherigen Runden setzte sich das bereits damals von Mersad Selimbegović trainierte Team ebenfalls vom Punkt durch. Am Samstag sah es zunächst gar nicht danach aus, dass die Entscheidung erneut im Elfmeterschießen gefällt werden würde. Regensburg führte in der 27. Minute bereits mit 2:0, verspielte die Führung allerdings noch innerhalb der regulären Spielzeit und musste nachsitzen.

Nach der torlosen Verlängerung krönte sich Jahn-Keeper Dejan Stojanović zum Pokalhelden. "Der Moment nach dem letzten Elfmeter war sehr emotional. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass das Elfmeterschießen schon vorbei war. Umso schöner war es, als alle auf mich zugelaufen sind", so der Schlussmann. "Jeder Torhüter träumt davon, im Elfmeterschießen Held zu werden. Heute hat es geklappt. Ich hatte auf meiner Flasche auch ein paar Tipps fürs Elfmeterschießen stehen, das hat definitiv geholfen."

Regensburg verdient sich "das Quäntchen Glück"

Regensburgs Kapitän Benedikt Gimber bezeichnete die Pokal-Überraschung als "Fußball-Festtag" für den Jahn. Dessen "Freundin kommt ursprünglich aus Köln. Ihre Familie war da, alle FC-Fans. Deshalb ist es schön, wenn man sich da nichts anhören muss, sondern selbst die eine oder andere Spitze verteilen kann." Ins Elfmeterschießen sei Regensburg laut Gimber aufgrund der jüngsten Erfolge in dieser Disziplin "mit Selbstvertrauen reingegangen und das hat man dann auch gesehen."

Elferschießen sei zwar "natürlich Lotterie", wie Selimbegović findet, doch "das Quäntchen Glück, das haben wir uns durch die spielerische Leistung in der ersten und die kämpferische Leistung in der zweiten Halbzeit auch verdient." Dass die Regensburger vom Punkt das Glück nicht immer auf ihrer Seite haben, bestätigte sich in der Vorsaison, als sie in der zweiten Pokalrunde gegen Hansa Rostock mit 5:7 n. E. verloren. In der laufenden Spielzeit musste der Jahn allerdings noch keinen Nackenschlag einstecken: Drei Siege aus drei Pflichtspielen stehen auf der Habenseite.