"Schwer in Worte zu fassen": Eichner lobt Rückhalt der KSC-Fans

Mit einer verbesserten zweiten Halbzeit drehte der Karlsruher SC einen Rückstand noch in einen Sieg. Dafür brauchte es aber in der Pause eine deutliche Ansprache von Trainer Christian Eichner.

"Haben zwei Nackenschläge bekommen"

Nach dem 0:3 im Derby gegen Kaiserslautern konnte der KSC einen weiteren Rückschlag abwenden. Allerdings benötigten die Hausherren eine gewisse Anlaufzeit, um im Spiel anzukommen. "Heute war es zäh in der ersten Halbzeit. Wir haben zwei Nackenschläge bekommen durch das 0:1 und die tragische Verletzung von Lilian Egloff, der in den ersten 20 Minuten gezeigt hat, weswegen er uns so gefehlt hat", erklärte Eichner den schwerfälligen Auftritt seiner Elf.

Bei Egloff, der erstmals seit Oktober wieder in der Startelf stand, befürchtet der KSC-Trainer Schlimmeres: "Wenn es schnalzt im Oberschenkel, habe ich kein gutes Gefühl, was die restlichen Wochen anbelangt." Trotz des Rückstandes kippte die Stimmung im Stadion nicht. Die unermüdliche Motivation der Fans beeindruckte Eichner: "So eine Unterstützung ist wirklich schwer in Worte zu fassen." Deshalb musste er in der Halbzeitpause so manchen Spieler wachrütteln: "Ich habe den einen oder anderen mal angesprochen, ob er denn Zeit hat, mitzuspielen. Das muss man manchmal ein bisschen schärfer machen. Ab und zu braucht es den Tritt in den Allerwertesten."

"Ich erwarte mehr von ihm"

Die Ansage zeigte direkt Wirkung. Nach wenigen Sekunden gelang schon der Ausgleich und in der Nachspielzeit machte der KSC die drei Punkte klar. "Wir sind heute in einem Unentschieden-Spiel der glückliche Sieger." Das 2:1 besorgte Shio Fukuda, der zuletzt zweimal nicht den Sprung in den Kader schaffte. "Shio hat in diesen Szenen gezeigt, was in ihm steckt. Er ist immer für ein Tor gut. Trotzdem erwarte ich mehr von ihm", machte sein Trainer klar, der gleichwohl betonte, dass sein Stürmer "eine sehr gute Reaktion gezeigt hat". Zudem war Rückkehrer Nicolai Rapp ein wichtiger Faktor, der erstmals in diesem Jahr starten durfte. "Er hat einen fußballerischem Ansatz, aber er kann auch mal weh tun. Es war wichtig, dass er heute auf dem Platz stand. Jetzt müssen wir schauen, dass wir seine Spielminuten verlängert bekommen."

Ein gutes Händchen hatte Eichner auch mit der Aufstellung von Rafael Pinto Pedrosa, der sein erstes Tor für die KSC-Profis erzielte. Offensichtlich beflügelt der Konkurrenzkampf auf der rechten Seite mit Routinier Sebastian Jung den Youngster. "Beide Spieler schätzen sich unfassbar. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Ich bin sehr glücklich auf dieser Position. Rafa wird seinen Weg machen. Sebastian Jung wird aber auch auf diesem Weg bleiben", so Eichner. Durch den dritten Sieg in den letzten fünf Spielen können die Karlsruher nun erstmal durchatmen. Nach der Länderspielpause geht es auswärts beim FC Schalke 04 weiter.

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