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"So werden wir keine Punkte holen": Ratlosigkeit bei Hannover 96

IMAGO / HMB-Media

Nach dem 0:4 gegen Darmstadt ist Hannover 96 endgültig im Tabellenkeller angekommen. Nach dem Schlusspfiff zeigten sich die Akteure teilweise ratlos und schlugen Alarm.

"Eine Katastrophe"

Ein Sieg, ein Unentschieden, drei Niederlagen. Das ist die Bilanz von Hannover 96 in der Spielzeit 2021/22 bisher. Nach dem ersten Sieg am vergangenen Wochenende gegen Heidenheim (1:0) ging eine Woche später beim SV Darmstadt gar nichts mehr zusammen, sodass am Ende eine hochverdiente 0:4-Klatsche stand. "Hier heute vier Stück zu bekommen, ist eine Katastrophe", zeigte sich 96-Kapitän Franke nahezu resignierend. Bereits zehn Gegentore bedeuten die zweitschlechteste Abwehr der 2. Bundesliga – bei gerade einmal zwei Toren, die den negativen Spitzenplatz zusammen mit Schlusslicht Aue bedeuten.

Nach der gezeigten Leistung war sich der Abwehrmann sicher: "So werden wir keine Punkte holen" und schlug entsprechend Alarm. Ohne den nach Bremen abgewanderten Torjäger Marvin Ducksch kamen die Niedersachsen lediglich auf neun Torschüsse. Tatsächliche Gefahr kam dabei seltenst auf. "Wir verlieren heute 4:0 und das verdient", wusste auch Stürmer Hendrik Weydandt, der Ducksch von Beginn an in der Startelf der Hannoveraner ersetzte – und dabei nach 74 Minuten für Sulejmani weichen musste. "Wir wussten, was auf uns zukommt, und trotzdem kommen wir nicht ins Spiel und in die Zweikämpfe, und das darf einfach nicht passieren", mahnte Franke darüber hinaus.

Blick nach vorne

Eine Analyse konnte von den Akteuren nach der deftigen Pleite kaum erwartet werden. Wenig überraschend gab Weydandt nach dem Abpfiff zu: "Ich weiß gerade ehrlich gesagt nicht, was ich sagen soll." Sicher sei für ihn lediglich, dass er "enttäuscht über uns alle" sei. Nach dem positiven Ergebnis der vergangenen Woche folgte somit der absolute Dämpfer. Entsprechend resümierte der 26-Jährige, dass "wir uns gerade wieder eine Menge kaputtmachen." Durch den ersten Sieg des FC Ingolstadt am Freitagabend rutschen die 96 gar unter den Strich auf Platz 17, da auch Holstein Kiel im Parallelspiel beim SV Sandhausen erfolgreich sein sollte.

Um aufzugeben, scheint es allerdings noch zu früh in der Saison, bleiben doch noch 29 Spieltage, um den Fehlstart mit vier Punkten auszubügeln – auch wenn die Art und Weise durchaus nachdenklich machen kann. "Wir müssen in der Länderspielpause jetzt hart arbeiten, und dann müssen wir gegen St. Pauli zuhause wieder angreifen", gab Franke abschließend die Marschroute für die kommenden Tage vor. Gewiss hätte die Länderspielpause passender kaum kommen können.