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St. Pauli-Kapitän Avevor: "Es ist frustrierend"

imago images / Philipp Szyza

Der FC St. Pauli gewinnt in Paderborn erneut nicht und und steht weiter im Tabellenkeller der 2. Bundesliga. Spieler und Trainer der Hamburger gaben sich im Anschluss selbstkritisch. Beim Spiel in Paderborn wurde besonders ein Paulianer zum Pechvogel.

Rückstand statt Führung

Als Schiedsrichter Christian Dingert in der 20. Spielminute nach kurzem Studium der TV-Bilder auf den Elfmeterpunkt zeigte, wähnte sich der FC St. Pauli auf einem guten Weg, um nach Spielschluss den ersten Auswärtssieg der Saison feiern zu können. Paderborns Svante Ingelsson hatte zuvor einen Ball regelwidrig mit dem Arm im eigenen Strafraum berührt. Rodrigo Zalazar, Leihgabe von Eintracht Frankfurt, nahm sich der Sache für die Kiezkicker an. Fünf Schritte Anlauf, dann ein strammer Schuss in die Tormitte. Doch Paderborns Keeper Zingerle parierte den Ball mit dem rechten Fuß. Ein Schlüsselmoment des Spiels an diesem frühen Samstagnachmittag.

"Es ist ganz bitter heute. In der ersten Halbzeit haben wir Chancen kreiert. Wir hatten den Elfmeter von Rodrigo und weitere gute Szenen – da müssen wir ein Tor machen. Dann bekommen wir einen Elfmeter und laufen hinterher", ordnete Pauli-Kapitän Christopher Avevor den Spielverlauf ein. Der von Avevor angesprochene Elfmeter für den Gegner ereignete sich in der 38. Minute. Wieder war Zalazar der Unglücksrabe, dieses Mal foulte er Gegenspieler Ingelsson. Anschließend konnte auch St. Paulis Himmelmann den fälligen Strafstoß zunächst abwehren, ehe Schütze Srbeny im Nachschuss verwandeln konnte.

Schultz: "Können uns nicht beschweren"

Timo Schultz, Trainer der Braun-Weißen, ärgerte sich naturgemäß gewaltig über den Gegentreffer vom Punkt. "Der Knackpunkt war sicherlich der Elfmeter für Paderborn. Wir sind in einer 2-gegen-1-Situation und müssen da nicht so runtergehen. In der zweiten Hälfte hat es Paderborn mit jeder Minute, die wir mehr aufgemacht haben, gut ausgespielt und verdient mit 2:0 gewonnen. Darüber können wir uns nicht beschweren." In der Tat, Paderborn nutzte die Fehler, die St. Paulis Hintermannschaft nun produzierte, eiskalt aus. Vor dem 0:2 war es Avevor selbst, der den Ball an der Seitenauslinie im Spielaufbau gegen Antwi-Adjei verlor. Insgesamt drei Ballberührungen später zappelte die Kugel zum zweiten Mal im Hamburger Tornetz. "Paderborn hat uns gut gepresst und macht das zweite Tor. Da hätten wir den Ball früher schlagen können. Wir standen anschließend offen und hätten auch noch ein drittes Tor bekommen können", kommentierte St. Paulis Spielführer die zweite Hälfte seiner Mannschaft. Die Kiezkicker rangieren nach dem 0:2 und der zweiten Niederlage in Folge weiter auf Platz 17. Und kommenden Freitag reist mit dem VfL Osnabrück eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel ans Millerntor.