FC St. Pauli: Otto vor Wechsel nach Sandhausen

Im jüngsten Testspiel des FC St. Pauli gegen Hapoel Tel Aviv kam David Otto nicht zum Einsatz. Sein Trainer Trainer Fabian Hürzeler bestätigte, dass sich der 24-Jährige derzeit in Gesprächen mit einem anderem Verein befindet. Laut dem "Hamburger Abendblatt" soll es sich dabei um den SV Sandhausen handeln. Angesichts des unmittelbar bevorstehenden Otto-Abgangs sondiert St. Pauli den Stürmermarkt. 

Sportliche Nebenrolle in der vergangenen Saison

Im vergangenen Sommer war Otto von Regensburg nach Hamburg gewechselt. St.Pauli hatte sich die Dienste des Stürmers damals immerhin 250.000 Euro kosten lassen. Doch Otto blieb hinter den Erwartungen zurück: Er schaffte es nur viermal in die Startelf und konnte sich in insgesamt nur 662 Spielminuten nur zweimal in die Torschützenliste eintragen. Zu wenig für die Ansprüche des 24-Jährigen, der nun eine Luftveränderung anstrebt. Nach Infos des Hamburger Abendblatts findet Otto diese in Sandhausen. Es wäre eine Rückkehr in die baden-würtembergische Heimat, stammt Otto doch aus dem nahegelegenen Pforzheim.

"Man muss schauen, wie realistisch es ist, dass ein Spieler spielt", erklärt Hürzeler, dem es dabei auch die menschlichen Aspekte geht: "Wir können nicht immer nur den Spieler betrachten, sondern müssen auch den Menschen dahinter sehen. Dementsprechend lege ich niemandem Steine in den Weg, wenn einer sagt, dass er das Gefühl hat, dass er sich woanders schneller entwickelt als bei uns." Unklar ist, ob St.Pauli auf einer Ablöse besteht, da Otto noch einen laufenden Vertrag hat. Das Portal "Transfermarkt.de" beziffert Ottos Marktwert auf 500.000 Euro.

St.Pauli hat im Sturmzentrum Bedarf

Klar ist, dass St. Pauli spätestens nach einem Otto-Abgang im Sturmzenturm Bedarf nach Verstärkung hätte. Aktuell verfügen die Kiezkicker mit Etienne Amenyido, Johannes Eggestein, Maurides und Andreas Albers zwar nominell über vier Stürmer. Allerdings sind diese mit Fragezeichen behaftet. Amenyido ist aufgrund von Adduktorenbeschwerden 2023 noch ohne Einsatz, Winterneuzugang Maurides fällt mit einer Meniskusverletzung aus und Eggestein hatte zuletzt ebenso wie Otto eine Nebenrolle inne. Einzig auf Neuzugang Albers scheint Verlass zu sein, der Däne ist allerdings schon 33 Jahre alt und wird die Last daher kaum alleine tragen können. Lukas Daschner, der letzte Saison meist das Sturmzentrum bekleidete, hat den Verein in Richtung Bochum verlassen.

Hürzeler bestätigte, dass der Kiezklub nach einer Verstärkung für den Sturm Ausschau hält - allerdings mit Augenmaß: "Wir werden den Markt sondieren. Ich bin immer noch zufrieden mit dem Kader. Aber wenn vom Anforderungsprofil jemand passt, dann werden wir schauen, was passiert."

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