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"Stärke mitgenommen": FCM will Trend in Punkte ummünzen

imago images / Jan Huebner

Gegen Bundesliga-Absteiger Greuther Fürth soll für den 1. FC Magdeburg der zweite Sieg der Saison her. Grund zu diesem Optimismus nahm FCM-Coach Christian Titz aus den vergangenen beiden Auftritten. Helfen könnten dabei schon die zwei Neuzugänge. 

"Haben eine sehr selbstbewusste Mannschaft"

Trotz am Ende ernüchternder Ergebnisse gegen Mitaufsteiger Kaiserslautern (4:4) und beim SC Paderborn (0:1), das von überaus strittigen Schiedsrichterentscheidungen geprägt war, konnte FCM-Coach Christian Titz viel Positives mitnehmen. In beiden Partien habe zwar am Ende das Ergebnis "nicht gestimmt, da wir keine drei Punkte geholt haben, aber es waren so viele Parameter da mit drin, die dafürgesprochen haben, dass wir das Spiel auf unsere Seite ziehen", analysierte er auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Greuther Fürth am Sonntag, zu dem bereits 17.500 Tickets verkauft wurden. So schaffte es der Aufsteiger beide Male in der ersten Halbzeit mehr als ansprechenden Fußball zu zeigen und den Gegner an den Rand einer Niederlage zu bringen, ehe unterschiedliche Umstände dafür sorgten, dass am Ende nicht viel dabei rumkam.

Dies habe der Mannschaft aber nicht unbedingt geschadet. Im Gegenteil. "Wir haben eine sehr selbstbewusste Mannschaft mit einer guten Körpersprache", beobachtete der Coach in der Trainingswoche. So habe das Team "eher aus den letzten Spielen Stärke mitgenommen" als irgendeinen Dämpfer. Darüber hinaus habe die Mannschaft "bewiesen, dass wir gefestigt sind". Auch eine "gute Atmosphäre" habe geherrscht. So fiel auch die Integration der Neuzugänge Cristiano Piccini und Herbert Bockhorn leichter, die sich unter der Woche den Magdeburgern anschlossen. Beide haben sich im Training "bis dato sehr gut präsentiert", auch wenn ihnen anzumerken sei, "dass sie nicht in der Art des Mannschaftstrainings drin waren." Eine Option für das Spiel gegen Fürth stellen jedoch beide dar.

"Ähnlichkeiten" treffen aufeinander

Verzichten muss Titz indes weiterhin auf Florian Kath (Aufbautraining), Maximilian Franzke (Muskelsehneneinriss), Baris Atik (Reha), Leon Schmökel (Schambeinentzündung), Macolm Cacutalua (Sprunggelenkprobleme) sowie den gelb-rot-gesperrten Jamie Lawrence. Amara Condé kann trotz einer zuletzt zugezogenen Bauchmuskelverletzung spielen. Treffen wird der FCM dabei auf einen Gegner, der ähnlich schwach in die Spielzeit startete. Das sollte jedoch nicht die einzige Gemeinsamkeit sein, wie Titz feststellte. Auch bei dem Bundesliga-Absteiger handle es sich um eine "spielstarke Mannschaft", die eine "gute offensive Qualität" mitbringe. Fürth habe in den letzten Spielen ebenfalls "gute Leistungen gebracht", sodass der "Tabellenstand nicht den wahren Leistungsstand widerspiegelt". Entsprechend träfen "Ähnlichkeiten" aufeinander.

Besonderen Druck empfinde der Coach jedoch nicht vor dem Duell mit dem Tabellennachbarn. "Jedes Spiel, in das ich hineingehe, spüre ich, dass ich unbedingt gewinnen möchte. Genauso gehen wir das Spiel auch an", wiegelte der 51-Jährige trotz der sechs Spiele ohne Sieg in Serie ab. Wichtig sein werde es, "dass wir das Spiel angehen werden wie die letzten beiden Spiele", forderte er. Auch dass es nun nach zwei Auswärtsfahrten wieder in die heimische MDCC-Arena geht, soll keinen Nachteil darstellen. So sei es das absolute Ziel aller Beteiligten "in einem Heimspiel vor unseren Fans drei Punkte einfahren." Das Selbstbewusstsein lebt der Trainer also schon einmal vor. Nun liegt es an den Spielern, hier auch im Spiel nachzuziehen.