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Trotz Unterzahl: HSV rettet sich in der letzten Minute

Mit einem Mann weniger und einem Tor Rückstand schien die Partie gegen Holstein Kiel ein unglückliches Ende für den HSV zu nehmen. Doch in letzter Minute schlug Timo Letschert doch noch zurück und sicherte dem HSV einen wichtigen Punkt.

Doppelter Rückschlag in Halbzeit eins

26 Minuten waren gespielt, da zückte Schiedsrichter Christian Dingert die Rote Karte: Bakery Jatta hatte Gegenspieler Özcan abgeräumt und musste den Platz verlassen. Der HSV spielte weiter nach vorne – wie schon in den Minuten zuvor. Doch die nächste kalte Dusche folgte noch vor der Pause: In der 43. Minute verlor Rick van Drongelen den Ball im Aufbauspiel an Mühling, der bediente Serra und der Stürmer verwandelte zum 0:1 aus Sicht der Hausherren.

Eine schwierige Situation, denn eigentlich war der HSV gerade vor dem Platzverweis am Drücker gewesen: "Wir haben uns fest vorgenommen, hier eine richtig gute Leistung abzurufen und das Spiel zu gewinnen. Das hat sich in den ersten 20 Minuten angedeutet, aber mit der Roten Karte verändert sich natürlich die Statik des Spiels", rekapitulierte David Kinsombi: "Wir haben trotzdem viel Fußball gespielt und viel Willen ins Spiel gepackt. Wir haben gut verteidigt, weil wir wussten, dass es mit zwei Toren Rückstand extrem schwierig wird."

"Wir hören niemals auf"

Dementsprechend suchte der HSV sein Heil in der Defensive – und legte erst am Ende nochmal eine Schippe drauf: "Wir waren gut drauf in diesem Spiel, aber natürlich wird es mit zehn Mann schwer. Wir haben es trotzdem immer wieder versucht, waren mutig und haben in der zweiten Halbzeit keine Chance zugelassen", fand Rick van Drongelen. Das sollte sich bezahlt machen: Denn in letzter Minute traf Timo Letschert doch noch zum Ausgleich – und sicherte den Hamburgern damit doch noch einen Punkt.

"Es ist ein gutes Gefühl. Wir haben auch in der zweiten Halbzeit sehr gut gekämpft, obwohl es nie einfach ist, mit zehn Mann zu spielen. Ich denke, dass wir deshalb am Ende auch den einen Punkt verdient geholt haben", freute sich der Torschütze, der erst in der 74. Minute rein kam: "Mit meiner Einwechslung haben wir taktisch nochmal auf eine Dreierkette umgestellt. Unser Co-Trainer Dirk Bremser hat mir vor der Einwechslung noch gesagt, dass ich ins Eins-gegen-eins gehen und nach Möglichkeit ein Tor schießen soll." Und das tat Letschert dann auch: "Wir haben gezeigt, dass wir eine Mannschaft mit einer guten Ausdauer sind und eine gute Mentalität haben. Wir hören niemals auf!"