VfL Bochum lässt in Darmstadt Kreativität vermissen

Nach zuletzt sechs ungeschlagenen Spielen musste der VfL Bochum am Ostersonntag in Darmstadt wieder eine Niederlage einstecken. Beim 0:2 tat man sich mit der aggressiven Spielweise der Darmstädter über weite Strecken sehr schwer.

Schwache erste Halbzeit

Schon zu Beginn hatte man das Gefühl, dass es an diesem Nachmittag eine sehr schwere Aufgabe für die Bochumer wird. Man hatte überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel und kam mit der aggressiven Herangehensweise der Hausherren, vor allem in den Zweikämpfen, nicht zurecht. Schon in der ersten Minute hätte Marco Sailer das 1:0 erzielen können. Der VfL wurde weiter in die eigene Hälfte gedrängt und in der 22. Minute war es Roman Bregerie, der nach einem zweiten Ball zum 1:0 einköpfte, was zu diesem Zeitpunkt verdient war. Innenverteidiger Felix Bastians war mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit alles andere als zufrieden: „Wir haben die erste Halbzeit nicht gut gespielt, haben zu viele Standards zugelassen und uns kaum befreien können. Darmstadt hat gutes Pressing gespielt und uns so vor Probleme gestellt.“

Offenes Spiel im zweiten Durchgang

Im zweiten Abschnitt kamen die Bochumer dann besser ins Spiel. Nicolas Abdat hatte bereits eine Minute nach Wiederbeginn die Chance auf den Ausgleichstreffer, scheiterte aber an Christian Mathenia im Darmstädter Tor. Auch in der Folge vergaben die Bochumer gute Chancen auf den Ausgleich. Marco Terrazzino und Simon Terodde scheiterten kurz nacheinander ebenfalls am prächtig aufgelegten Mathenia (60. und 61. Minute). In dieser Phase hätte das Spiel nochmal zu Gunsten der Bochumer kippen können, bis Leon Balogun nach einer Ecke das 2:0 erzielte und somit alle Hoffnungen der mitgereisten Bochumer Fans, doch noch etwas Zählbares mitzunehmen, zerstörte.

Unzufriedenheit in Bochumer Reihen

Logischerweise war die Unzufriedenheit mit dem eigenen Auftritt bei den Bochumern spürbar: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt. In der zweiten Halbzeit war es ein ganz anderes Spiel und die Partie viel offener. Es hat sich aber gezeigt, dass wir schon in der ersten Hälfte nicht scharf genug waren und so gehen dann an einem solchen Tag die Chancen, die wir hatten, eben nicht rein", so VfL-Coach Gertjan Verbeek nach dem Spiel. Auch Torwart Michael Esser schlug in die gleiche Kerbe: „Eine ärgerliche erste Halbzeit, in der uns der Gegner mit Rückenwind unter Druck gesetzt hat. Warum wir immer wieder Gegentore nach Standards kassieren ist mir ein Rätsel.“ Nichtsdestotrotz sollten sich die Bochumer von dieser Niederlage nicht zu sehr beeindrucken lassen. Bei so einem fußballerischen Wandel, den der VfL derzeit vollzieht, ist es normal, dass man auch mal Rückschläge kassiert. Am Sonntag hat man gegen RB Leipzig die Chance das Ganze mit einem Sieg wieder gut zu machen.

FOTO: Claus Krentscher

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