VfL zeigt gegen Nürnberg Effizienz und übersteht Powerplay
Der VfL Bochum ist nach dem 2:1-Auswärtserfolg beim 1. FC Nürnberg wieder in die obere Hälfte der Tabelle geklettert. Die Verbeek-Elf ist nunmehr seit sechs Spielen ungeschlagen und holte erstmals seit November 2013 zwei Siege in Folge.
Schwache erste Halbzeit
In der ersten Hälfte sah es aber zunächst nicht nach einem erfolgreichen Montagabendspiel für die Bochumer aus. Der VfL wirkte verunsichert und vor allem in der Abwehr sehr ungeordnet. Der Club hingegen begann stark und erspielte sich schon in den ersten zehn Minuten vier hochkarätige Chancen. Michael Esser im Bochumer Kasten parierte stark gegen Jakub Sylvestr (2. und 4. Minute), Sebastian Kerk (3.) und Guido Burgstaller (9.). Der VfL konnte nicht an die starken Leistungen der Vorwochen anknüpfen und befreite sich kaum. In der 15. Minute vergab Ondrej Celustka noch freistehend aus fünf Metern. Erst in der 38. Minute kamen die Bochumer das erste Mal gefährlich vors Tor der Nürnberger. Nicolas Abdat, der den verletzten Timo Perthel ersetzte, brachte eine Flanke von links auf Simon Terodde. Dieser legte den Ball mit der Brust auf Marco Terrazzino ab, welcher mit einem fulminanten Schuss das glückliche 1:0 erzielte. So ging es dann auch in die Halbzeitpause.
VfL zeigt Effizienz und übersteht Powerplay
Die zweite Hälfte begannen die Bochumer dann aber geordneter und kontrollierter. Ein Missverständnis in der Nürnberger Abwehr nutzte Marco Terrazzino postwendend aus, schnappte sich den Ball und passte auf Simon Terrodde, der in der Manier eines Torjägers eiskalt zum 2:0 einnetzte (64.). Die Nürnberger machten aber weiter und kamen in der 70. Minute zum Anschlusstreffer durch den eingewechselten Peniel Mlapa. Zwar hatte der VfL durch Sestak und Terrazzino noch gute Chancen das 3:1 zu erzielen und damit die Entscheidung herbeizuführen. Jedoch mussten die Bochumer stattdessen ein wahres Powerplay des Clubs überstehen, der immer wieder in den Bochumer Strafraum kam. Mit viel Kampf und vor allem mit dem bärenstarken Michael Esser überstand der VfL aber auch diese Phase und es blieb beim 2:1.
Verbeek nicht zufrieden
Trotz dieses Erfolgs war VfL-Trainer Gertjan Verbeek nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben heute nur phasenweise gut gespielt. Die Nürnberger haben uns gut beobachtet und uns ihr Spiel aufgedrückt. Ich bin mit den Punkten zufrieden, aber nicht mit dem Spiel“, so der Niederländer nach dem Schlusspfiff. Tatsächlich wird man im Bochumer Umfeld zufrieden sein, das zweite Mal hintereinander gewonnen zu haben. Nach den letzten schweren Jahren hat man nun schon zu diesem Zeitpunkt wohl nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, was auch etwaige Vertragsverlängerungen erleichtern könnte. Das Selbstbewusstsein der Bochumer dürfte weiter steigen und man wird sicherlich versuchen auch am Ende der Saison einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen.