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Werder-Coach Anfang hofft auf Wintertransfers: "Wollen nachjustieren"

IMAGO / Comsport

Werder Bremen befindet sich nach 13 Spieltagen aktuell auf Rang acht der 2. Bundesliga. Nach dem Bundesliga-Abstieg im Sommer und dem damit verbundenen Umbruch stockt es noch ein wenig an der Weser. Auch deshalb hofft Trainer Markus Anfang auf Verstärkungen im Winter.

"Auf der einen oder anderen Position nachlegen"

Werder Bremen weist mit 24,4 Jahren den zweitjüngsten Kader der 2. Bundesliga auf. Trotzdem ist das Umfeld an der Weser ob des Saisonstarts bereits beunruhigt. Mit dem Ausmaß der Ungeduld hat Markus Anfang nicht gerechnet. Im Interview mit der "Bild" offenbarte er: "Gemessen an unseren Bedingungen, war es etwas zu unruhig." Gleichzeitig versuchte der Coach aber auch zu relativieren und appellierte an die Geduld der Fans. "Es ist normal, dass nach dem Abstieg erst mal Enttäuschung da ist. Kein Fan will Werder in der 2. Liga sehen. Es dauert seine Zeit, um dies zu verarbeiten. Wir haben eine junge Mannschaft, die die Unterstützung der Fans braucht", ergänzte er.

Nichts desto trotz geht der 47-Jährige von Transfers im Winter aus. "Wir haben Positionen, auf denen wir nachjustieren wollen. Das weiß der Verein" sagte Anfang, mahnte aber gleichzeitig auch eine zu große Mannschaft an: "Es bringt aber auch nichts, einen Kader von 35 Mann zu haben." Dennoch glaubt er schon, dass Werder "auf der einen oder anderen Position nachlegen" könne. Mit Blick auf Niclas Füllkrug, der zwischenzeitlich wegen eines Konflikts mit Lizenzbereichsleiter Clemens Fritz vom Training suspendiert wurde, gebe es derzeit laut Anfang "null Notwendigkeit" diesen ziehen zu lassen. Dennoch müsse man auch immer die Interessen des Spielers und des Vereins beachten.

"Aufstieg kann auch im dritten Jahr funktionieren"

Hinsichtlich eines Aufstiegs gab sich Markus Anfang sehr verhalten. "Die Voraussetzungen dafür müssen geschaffen werden. Das ist der Wiederaufbau", sagte er. Erst wenn dieser gelungen sei, könne man über andere Ziele sprechen. Den Vorwurf der Zurückhaltung wies der Werder-Trainer mit seinem "Realitätssinn" zurück. Dennoch sei es selbstverständlich, dass Werder trotzdem erfolgreich sein wolle. Anfang betonte aber auch, dass es "durch Veränderungen und Abgänge nicht immer schlechter werden muss" und wies auf den VfL Bochum und Greuther Fürth als Beispiele für Erfolg bei langsamer Entwicklung hin.

Selbst wenn Werder in den kommenden beiden Jahre eine Rückkehr in die 1. Bundesliga verpassen sollte, würde der 47-Jährige sich über eine nachhaltige Zusammenarbeit freuen. "Wenn wir guten Fußball gespielt haben, die Leute begeistern und Spieler entwickeln, ist es bestimmt enttäuschend. Aber wir hätten zwei richtig gute Jahre gespielt und es kann auch im dritten Jahr funktionieren. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dies eine längere Station ist", sagte der Werder-Coach abschließend.