"Wir müssen in Führung gehen": Eichner hadert mit Wanitzek-Chance

Am Ende verlor der Karlsruher SC klar mit 0:3 bei Hannover 96. Das Spiel hätte aber einen anderen Verlauf nehmen können. Die beste KSC-Chance vergab ein Spieler, auf den normalerweise immer Verlass ist. 

"Haben uns sehr auf die Defensive fokussiert"

Über weite Strecken des Spiels war es eine einseitige Angelegenheit. Hannover drückte den KSC in seine Hälfte und versuchte, geduldig die Lücke zu finden. Für die Gäste ging es darum, die Räume möglichst eng zu machen. "Wir haben uns heute für eine Viererkette entschieden und uns auch sehr auf die Defensive fokussiert", erklärte Eichner seine Herangehensweise nach der Gegentorflut der letzten beiden Partien. Der Plan ging zwar in der Defensive auf, aber nach vorne ging kaum etwas.

"Wir haben 20 Minuten gebraucht, um am Spiel mit dem Ball teilzunehmen. Danach wurde es bis zur Pause ein ausgeglichenes Spiel, ohne dass wir offensiv den Gegner vor größere Probleme stellen konnten", resümierte Eichner die erste Halbzeit. Dann kam der Moment, den der KSC-Trainer nach dem Spiel noch sehr beschäftigte. "Wir müssen in Führung gehen, mit einer klaren Torchance, wenn ich weiß, wer den Ball hat", meinte Eichner mit Blick auf die Möglichkeit von Marvin Wanitzek, der aus guter Position knapp am Tor vorbei schlenzte.

 "Uns fehlt ein unfassbar wichtiger Spieler"

Wenige Augenblicke später fiel das 0:1. Damit war die defensive Stabilität bei den Badenern dahin. "Es ist momentan so, dass der Gegner schnell das zweite Tor macht. Das ist ein Problem, weil du das Spiel nicht offen hältst", bemängelt Eichner. In den letzten drei Spielen kassierte der KSC zehn Gegentore, eine besorgniserregende Bilanz. Eine weitere Baustelle ist die Offensive, in der ein zentraler Baustein fehlt. "Wir tun uns momentan schwer. Uns fehlt ein unfassbar wichtiger Spieler dieser Mannschaft. Das ist Lilian Egloff. Er fehlt uns an allen Ecken und Enden." Seit Ende Oktober fällt er wegen einer Knieverletzung aus.

Überraschenderweise verzichtete Eichner auf Stürmer Roko Simic, der gegen Elversberg doppelt getroffen hatte. "Wir haben die Situation ganz vorne, dass es jeden Tag bei mir an der Tür schallt. Die letzten Wochen haben wir es schnell belohnt, wenn jemand mal eine gute Einwechslung hatte. Heute haben wir uns für eine andere Variante entschieden", führte Eichner aus. Nach drei Niederlagen in Folge ist er nun gefordert, die Spieler auszuwählen, die in der Lage sind, das Ruder herumzureißen. "Jeder ist angehalten, an meiner Tür zu klopfen auf dem Trainingsplatz und dann kommen wir gegen Darmstadt wieder", glaubt Eichner an die Qualität seiner Mannschaft.

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