Zurück zu den Wurzeln: Titz freut sich auf "Titz-Fußball" beim FCM

Nach vier Jahren als Trainer beim 1. FC Magdeburg kehrt Christian Titz am Freitagabend das erste Mal an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der 54-Jährige freut sich vor allem, auf eine Mannschaft zu treffen, die wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt ist.

Vorfreude auf die Rückkehr

In 165 Spielen stand Christian Titz an der Seitenlinie des 1. FC Magdeburg. Unter ihm stiegen die Sachsen-Anhaltiner in die 2. Bundesliga auf und konnten dort sogar oben mitspielen. Am Freitagabend kehrt der 54-Jährige das erste Mal nach seinem Wechsel zu Hannover 96 zurück. Zwar verspüre Titz eine Freude, "den ein oder anderen wieder zu treffen", dennoch blieb das Handy eher ruhig: "Viele Nachrichten gibt es nicht. Wir reisen einen Tag vorher an, dann treffe ich den ein oder anderen, den ich kenne. Am Spieltag selbst sieht man viele ehemalige Wegbegleiter, aber dann steht auch schon die Partie im Vordergrund."

Lobende Worte fand der gebürtige Mannheimer für den Richtungswechsel der Magdeburger - wieder hin zum Titz-Fußball. Er freue sich, auf eine Mannschaft zu treffen, "die wieder versucht, mit einer offensiven Struktur in die Begegnungen zu gehen". Allgemein erwarte er eine interessante Partie und hob vor allem die Spielstärke sowie das frühe Anlaufen und Nach-vorne-Kombinieren heraus. Gemessen an den letzten fünf Partien ist der FCM hinter dem SV Darmstadt 98 mit zehn Punkten die zweitstärkste Mannschaft.

Neuer Schütze bei Strafstößen?

Nach dem verpatzten Jahresabschluss und -auftakt kommt H96 dennoch mit Selbstbewusstsein in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Die 1:3-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern bügelte die Mannschaft von Titz mit einem 2:1 bei Fortuna Düsseldorf wieder aus. Ein knappes Ergebnis, "dennoch ein überzeugender Auftritt", so der Cheftrainer: "Wir hätten deutlich mehr Tore schießen können. Unabhängig von den Resultaten habe ich Vertrauen in das Team. Die Inhalte waren auf dem Platz schon oft zu sehen." Positiv seien die beiden frühen Tore gewesen - und, dass man die Führung konsequent über die Zeit gebracht habe.

Weniger Positiv ist dagegen die Strafstoßstatistik. Boris Tomiak verschoss gegen die Fortuna seinen dritten Versuch aus elf Metern. Seine Quote liegt in dieser Saison damit bei 40 Prozent. Der Frage, ob künftig jemand anderes antritt, wich Titz aber aus: "Wir wissen, dass wir genügend Schützen haben, die antreten können." Personell kann der Trainer bis auf die bekannten Ausfälle aus dem vollen Schöpfen. Damit ist auch Ime Okon wieder ein Thema - für wie viel es am Ende reicht, ist aber noch offen: "Er war lange schwer krank. Wir hätten ihn schon letzte Woche gerne dazu genommen, er hatte gute Eindrücke gezeigt. Aber es war sinnvoll, ihm noch eine weitere Trainingswoche zu geben", sagte Titz.

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