1:2 in Bielefeld: KSC nutzt Chancen nicht

Nach dem 1:2 bei Arminia Bielefeld und somit der dritten Niederlage in Folge droht der KSC kurz vor der Winterpause in eine erneute Krise zu rutschen. Vor allem die Chancenverwertung war ein großes Manko in der Partie am Samstagmittag.

Platzverweis gegen Valentini ändert Spielverlauf

Zunächst hatten die Karlsruher das Spiel voll im Griff. Bereits nach 19 Minuten erzielte Diamantakos die Führung für die Badener. In der Folge war es ebenfalls nur der KSC, der aktiv am Spielgeschehen teilnahm, jedoch gelang es der Kauczinski-Elf nicht, die Führung weiter auszubauen. Vor dem Tor spielten sie es einfach zu umständlich, anstatt früher den direkten Weg zum Abschluss zu finden. Bestes Beispiel: Die 37. Minute, als Manuel Torres den Ball komplett frei vor dem Tor über das Gehäuse jagte. Den harmlosen Bielefeldern wäre wohl schon hier der Zahn gezogen worden. Somit ging es nur mit einer 1:0-Führung aus Karlsruher Sicht in die Halbzeit und was sich in den zweiten 45 Minuten abspielte, passt ins Bild der bisherigen Karlsruher Saison. Zwar hatte der KSC weiterhin ein Chancenplus, doch die Arminia wurde besser. Der endgültige Wendepunkt dann in der 66. Minute als Enrico Valentini seine zweite gelbe Karte kassierte und der KSC das Spiel mit zehn Mann zu Ende bringen musste. Das nutzte Arminia Bielefeld in der 76. Minute dann auch aus. Torschütze Christopher Nöthe wusste wohl selbst nicht wie er den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie bugsierte. Doch damit nicht genug. Der eingewechselte David Ulm erzielte in der 84. Minute sogar noch den 2:1-Siegtreffer und sorgte für große Ernüchterung im Karlsruher Lager.

Sprachlosigkeit begleitet die Niederlage

Weshalb es die dritte Niederlage in Folge gab, darüber waren sich alle einig. KSC-Coach Markus Kauczinski war aufgrund der mangelhaften Chancenverwertung regelrecht sprachlos: "Schon nach unserer 0:1-Heimniederlage gegen Leipzig haben alle den Kopf geschüttelt. Heute haben wir noch eins draufgesetzt.“ Sportdirektor Jens Todt sah es ähnlich, aber bewertete die erste Halbzeit in Verbindung mit dem Leipzig-Spiel als „unsere drei besten Halbzeiten im bisherigen Saisonverlauf.“ Ob das jetzt positiv oder negativ einzuschätzen ist, dass man trotz der angeblich besten Leistung ohne Punkte dasteht müssen die Verantwortlichen intern selber klären. Klar ist, dass der KSC kurz vor der Winterpause wieder bedrohlich nah an die Abstiegsränge gekommen ist. Die Hinrunde ist beschlossen und mit nur 19 Punkten und dem daraus resultierenden 13. Platz hat der KSC drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Am kommenden Samstag empfangen die Badener im heimischen Wildpark die SpVgg Greuther Fürth. Angesichts der Talfahrt der letzten drei Spiele ist ein Sieg zum wiederholten Male in dieser Saison Pflicht, um nicht noch weiter unten reinzurutschen.

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ommentare

  1. dem Kommentar von Max Villis ist viel hinzuzufügen..
    Zum wiederholten Male die spielerisch und technisch bessere Mannschaft und trotzdam das Spiel verloren… Man kann in Schönheit auch absteigen… Das „Zwischenhoch“ von 7 Spielen ohne NIederlage ist längst verpufft… Und wiederholt wurde eine schwache Mannschaft vom KSC wieder „aufgebaut“.
    Duisburg noch ohne Heimsieg, es kam der KSC und sie gewannen ihr erstes Heimspiel und jetzt in Bielefeld und das gleiche Programm…. Ist schon frustrierend !! Und das sind die Mannschaften, gegen die wir gegen den Abstieg kämpfen werden, wenn es so weitergeht !

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