Der KSC hat noch viel Luft nach oben
Im ersten Spiel der neuen Saison ist der KSC nicht über ein 0:0 auf der Bielefelder Alm hinausgekommen. Chancen waren hierbei Mangelware.
Verkrampfte Partie
Das Chancenplus lag auf Seiten der Bielefelder. Nach 13 Minuten hätte Tomasz Holata nach einem Fehler von Neuzugang David Kinsombi schon das 1:0 erzielen können. Die nächste Chance für die Arminia bot sich nach 35 Minuten, ebenfalls nach einem Karlsruher Fehler. Torjäger Fabian Klos vergab allerdings aus aussichtsreicher Position. Nach der Pause startete der KSC besser als die Gastgeber. Diamantakos hatte nur drei Minuten nach Wiederanpfiff die große Chance die Führung zu erzielen, scheiterte aber an DSC-Keeper Hesl. Danach folgte nicht mehr viel. Beide Teams taten sich schwer im Spielaufbau und man merkte den Mannschaften an, dass sie noch einige Zeit brauchen, um sich einzuspielen. In der 74. Minute war es dann nochmal Diamantakos, doch wieder scheiterte er an Hesl. Eine Minute vor Abpfiff sorgte Ylli Sallahi nochmal für einen Höhepunkt, allerdings im negativen Sinne. Nach einem wiederholten Foul schickte ihn Schiedsrichter Stieler mit der gelb-roten Karte vorzeitig zum Duschen.
Verantwortliche nicht unzufrieden
Zwar werden alle gesehen haben, dass es im Spiel des KSC noch einiges zu verbessern gibt. Trotzdem wollte man den Auftritt im ersten Spiel nicht unnötig schlecht reden. „Unter dem Strich steht ein Auswärtspunkt, mit dem wir leben können. Es war ein hart umkämpftes, teils hitziges Spiel, mit wenig klaren Torchancen auf beiden Seiten“, erklärte Sportdirektor Jens Todt. Auch Neu-Coach Tomas Oral war nicht komplett unzufrieden mit der ersten Partie unter seiner Regie: „Wir hatten mehr Spielanteile und haben Bielefeld nie richtig zur Entfaltung kommen lassen. Allerdings haben wir Arminia zweimal eingeladen und hatten Glück, dass das nicht bestraft wurde. In der zweiten Halbzeit hätten wir in Führung gehen können. Dann hätten wir sicher mehr Räume bekommen und das Spiel auch gewinnen können.“
Sicherlich ist die Partie noch nicht aussagekräftig, zu was die Mannschaft im Stande ist zu leisten. Allerdings waren die Schwächen im Spiel nach vorne noch deutlich zu erkennen. Dazu hat Oral nun weiter Möglichkeiten, dies zu korrigieren, sodass die ersten Erfolge nicht mehr lange auf sich warten lassen. In der nächsten Partie geht es gegen den VfL Bochum, der traditionsgemäß schon wieder eine gute Frühform zeigt. Der KSC spielt allerdings zu Hause und nun knapp eine Woche Zeit an den Stellschrauben zu drehen.