"Ein totaler Blackout": Fürth kassiert fünf Tore in 20 Minuten

Bei der 4:5-Niederlage gegen den 1. FC Magdeburg brach die SpVgg Greuther Fürth nach der frühen Führung völlig ein. Nach dem Spielende taten sich die Beteiligten schwer damit, die extreme Schwächephase zu erklären.

"Eine bedenkliche Halbzeit"

Am Freitagabend hatte Greuther Fürth die Chance, die "Rote Laterne" nach drei Spieltagen an den 1. FC Magdeburg abzugeben. Der Gastgeber startete optimal in das Spiel, ging schon nach acht Minuten in Führung. Ein Spielverlauf, der die Franken eigentlich beflügeln sollte. Dann aber fiel die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel komplett auseinander. "Das tut mir leid, für alle, die im Stadion waren und uns unterstützt haben", sagte ein sichtlich bedienter Vogel nach dem Spiel.

Fünf Gegentore innerhalb von 20 Minuten - eine solche Demontage habe der 50-Jährige "so noch nie erlebt. Ich bin natürlich sauer, traurig und enttäuscht, dass wir ein Spiel in 20 Minuten so hergeschenkt haben." Auch die Spieler konnten es im Nachgang nicht wirklich fassen, was in dieser Phase passiert war. "Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Die erste Halbzeit war bedenklich. Wir waren in den Zweikämpfen zu passiv, was uns nicht passieren darf in so einem Spiel", beklagte Verteidiger Jan Elvedi.

"Müssen unsere Moral hervorheben"

Die Tore fielen so schnell nacheinander, dass der Fürther Trainer gar nicht richtig darauf reagieren konnte. Erst mit der Einwechslung von Abwehrmann Philipp Ziereis in der 37. Minute wurde die Defensive sicherer. "Wir haben für die Psyche einen Verteidiger mehr gebracht, aber wenn ich keine Zweikämpfe gewinne, wird es schwer. So haarsträubende Fehler bestraft eine Mannschaft wie Magdeburg dann", monierte Vogel. Das Verrückte aber war, dass das Spiel nach dem 1:5 noch nicht entschieden war. Durch zwei Eckbälle kamen die Kleeblätter noch vor der Halbzeit auf 3:5 heran. "Wir haben uns ein bisschen aufgerafft und wussten, dass wir durch Standards gegen Magdeburg effektiv werden können." Insgesamt dreimal traf seine Elf an dem Abend nach Eckbällen.

Dass die Franken zurück ins Spiel kamen, kann eine wichtige Erkenntnis für die kommenden Wochen im Abstiegskampf sein. "Ich glaube, dass wir trotz allem unsere Moral hervorheben müssen und daran müssen wir auch festhalten. Direkt nach der Halbzeit mit dem Anschlusstreffer und danach müssen wir nochmal zwingender sein, um den Ausgleich zu machen, weil wir das Spiel in der zweiten Halbzeit im Griff hatten", meinte Elvedi. Fakt ist aber auch, dass sie sich eine solche Schwächephase nicht noch einmal erlauben dürfen. "Es war ein totaler Blackout. Vier Tore gemacht, fünf bekommen, null Punkte. No Go", machte der Fürther Trainer unmissverständlich klar. Er muss seine Truppe nun wieder aufrichten. Am nächsten Samstag geht es für den Tabellenletzten auswärts beim 1. FC Kaiserslautern weiter.

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