Karlsruher SC: "Eine Halbzeit zum Vergessen"

Durch das 1:1 beim VfL Bochum hat der KSC seine ungeschlagene Serie auf vier Spiele ausgebaut. Dabei war das Glück aber oft auf der Seite der Badener.

Bochum beginnt furios

Der Gastgeber wollte sich dabei gar nicht erst lange mit Abtasten beschäftigen, sondern spielte direkt nach vorne. Bereits in der ersten Minute sorgten Simon Terodde und Onur Bulut in einer Gemeinschaftsaktion für die erste Chance, der KSC klärte das allerdings zur Ecke. In der zehnten Minute traf Anthony Losilla nur den Querbalken. Viele Höhepunkte ergaben sich im Spiel der Karlsruher in den ersten 45 Minuten nicht. So zog etwa Boubacar Barry aus 20 Metern ab, sein Schuss verfehlte das Bochumer Gehäuse aber um einiges. Mit einem für den KSC schmeichelhaften 0:0 ging es dann in die Kabine, aus welcher ebenfalls die Bochumer besser rauskamen. Nach 58 Minuten dann auch das verdiente 1:0 für den VfL durch Torjäger Simon Terodde. In der Folge schaffte der VfL es trotz guter Chancen aber nicht, die Führung auszubauen und so wurde der KSC in der letzten Viertelstunde nochmal stärker. Manuel Riemann konnte einen Freistoß von Ylli Sallahi noch gerade so an die Latte lenken (79.), Yamada verfehlte das Bochumer Gehäuse ebenfalls nur knapp. Als sich der Großteil des Bochumer Publikums schon mit einem Dreier angefreundet hatte, pfiff Schiedsrichter Jablonski Elfmeter für den KSC. Maria legte Meffert, für den VfL bitter, aber eine berechtige Entscheidung. Nazarov ließ sich diese Chance nicht nehmen und sorgte dafür, dass der KSC die Heimreise mit einem Punkt im Gepäck antrat.

"Glücklicher Punkt"

KSC-Cheftrainer Markus Kauczinski gab im Anschluss zu, dass der Punkt für sein Team eher glücklich war und kritisierte dabei vor allem das Auftreten in den ersten 45 Minuten: "Die erste Halbzeit können wir aus unserer Sicht getrost vergessen. Wir hätten schon nach 20 Minuten zurückliegen können. In der zweiten Hälfte sind wir besser reingekommen, auch wenn es letztendlich ein glücklicher Punkt für uns ist.“

Sein Gegenüber, VfL-Coach Gertjan Verbeek, monierte dabei die Chancenverwertung seines Teams: „Wir haben ein Tor zu wenig erzielt. Es waren Chancen da, um mehr Tore zu schießen. Ich finde, dass wir ein ganz gutes Spiel gezeigt haben. Wir hätten schon viel eher in Führung gehen können, das haben wir nicht geschafft.“ Mit der Spielweise war Verbeek aber trotzdem zufrieden und blickte hoffnungsvoll auf die verbleibenden Partien: "Wenn wir so weiter spielen, werden wir in den nächsten Spielen noch einige Zähler holen.“

In der Tabelle konnten sich die Karlsruher durch den Punktgewinn auf Platz sieben vorarbeiten und sind nun punktgleich mit Union Berlin, die Platz sechs innehaben, welcher vom KSC noch erreicht werden will. Dabei können die Badener am kommenden Wochenende auf Schützenhilfe des VfL hoffen, die am Freitagabend bei den Eisernen antreten müssen, während die Karlsruher erst am Montag den SV Sandhausen empfangen. Der VfL bleibt auf Platz fünf, bei zwei Punkten Rückstand auf St. Pauli ist der vierte Rang aber immer noch zu erreichen.

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