Karlsruher SC: Fans erbost – Spieler reagieren dünnhäutig
Beim KSC soll es in dieser Saison einfach nicht sein. Sprachen die Spieler vor nicht allzu langer Zeit noch davon, Platz drei anvisieren zu wollen, so ist dieser bei 13 Punkten Rückstand nun endgültig kein Thema mehr. Bei zehn Punkten Vorsprung auf den 16. Rang, besteht aber auch keine wirkliche Gefahr mehr unten reinzurutschen, sodass der KSC sich darauf konzentrieren kann, die Saison ordentlich zu Ende zu bringen.
Schwache Partie gegen Paderborn
Die Partie gegen den SC Paderborn war von beiden Seiten von spielerischem Unvermögen gekennzeichnet. Von daher bleibt zum Spiel auch nicht zu viel zu sagen. Beide Teams standen zwar kompakt, echte Torchancen konnten aber nicht herausgespielt werden. Die letzte Konsequenz im Spiel nach vorne, liest die Kauczinski-Elf vermissen, was der Cheftrainer selbst nach dem Spiel auch so sah: „Das war kein ansehnliches Spiel. Der letzte Punch und das Durchsetzungsvermögen haben gefehlt. Wir müssen mit dem Moment und mit dem was wir spielen, leben.“ Zur besten Möglichkeit kam sein Team zehn Minuten vor Ende, als Boubacar Barry nach einer schönen Kombination mit Diamantakos nur den Pfosten traf. Aber eben nur den Pfosten, weshalb es beim torlosen Remis blieb.
"Ich habe keinen Bock auf diese paar Hampelmänner!"
Im Gegensatz zu Markus Kauczinski können die KSC-Fans nicht damit leben, was ihr Team derzeit spielt. Während und auch nach dem Spiel waren deutliche Pfiffe von den Rängen zu vernehmen. Das Publikum brachte zum Ausdruck, was es von der derzeitigen Leistung der KSC-Mannschaft hält. Vor allem Manuel Gulde stieß dieses Verhalten negativ auf. Im Zuge der enttäuschenden Partie ließ er seinen Emotionen freien Lauf: „Wir sind der KSC. Wir sind nicht Red Bull Leipzig. Wir müssen gucken, wo wir herkommen. Die sollen lieber zuhause bleiben. Ich habe keinen Bock auf diese paar Hampelmänner!" Das saß und dürfte sicherlich noch nicht endgültig geklärt sein. Zwar entschuldigte sich Gulde mittlerweile via KSC-Homepage für seine harte Wortwahl, die gesamte Aktion spricht aber dafür, dass beide Seiten nicht zufrieden damit sind, wie es derzeit läuft. Zwar ist die Bilanz des KSC in der Rückrunde gar nicht so schlecht, allerdings fällt auf, dass es spielerisch nicht so gut ist, wie es die Ergebnisse zumindest zu Beginn der Rückrunde noch aussagten. Der KSC dümpelt vielmehr von Spiel zu Spiel. Zwar befindet man sich nun im Niemandsland der Tabelle, allerdings sollte die Saison keinesfalls abgeschenkt werden. Durch gute Spiele, kann das Vertrauen der Fans zurückgewonnen werden und die Spielzeit zumindest harmonisch beendet werden. Dafür sollten Trainer und Spieler alles geben, denn ansonsten kann die restliche Spielzeit im Karlsruher Wildpark nochmal ganz ungemütlich werden. Im Sinne von Kauczinkis Abschiedstournee wäre das sicher nicht.