Karlsruher SC: Nullnummer gegen Heidenheim

Es bleibt dabei: Der Karlsruher SC spielt in der Liga weiter vor sich hin, ohne für größeres Aufsehen zu sorgen. Gegen den 1. FC Heidenheim gab es im heimischen Wildpark ein 0:0. Ein Ergebnis, was dem Spielverlauf insgesamt entsprach.

Kompaktes Verteidigen auf beiden Seiten

Dabei erwartete die Karlsruher einen unbequemer Gegner. Die Heidenheimer spielen eine gute Saison und sind mit Platz sechs mehr als im Soll. Viele Höhepunkte bot die Partie dennoch nicht, da sich beide Teams darauf beschränkten, kompakt zu stehen und im Kollektiv zu verteidigen. So begannen die Karlsruher zwar offensiv und hatten durch Gaétan Krebs, der sich aus 20 Metern ein Herz fasste und einfach mal draufhielt, die erste Chance, sein Ball ging aber knapp am Heidenheimer Gehäuse vorbei (8.). Das war es auch schon an Höhepunkten in der ersten Hälfte. Gleiches Bild sollte sich den Fans dann im zweiten Durchgang zeigen. In der 57. Minute hatte Boubacar Barry die erste Chance nach der Pause, schoss den Ball aber ebenfalls nur neben das Tor von Jan Zimmermann. In der Folge waren es die Karlsruher die das Spiel bestimmten, Heidenheim nahm eher passiv an der Partie teil. Zwingende Torchancen konnte sich die Kauczinski-Elf aber auch nicht herausspielen, weshalb es letztendlich bei einem relativ trostlosen 0:0 blieb.

KSC kann noch klettern

Dass genau dieses Zwingende an dem Tag fehlte, sah auch KSC-Trainer Markus Kauczinski gegenüber "ka-news.de" so: „In der zweiten Halbzeit haben wir fünf, sechs gute Schussmöglichkeiten - allesamt ungefährlich. Deswegen müssen wir mit dem Punkt leben.“ Auf den Punkt brachte es im Anschluss Sascha Traut, der den „Wow-Effekt“ und letzten Punch vermisste. Ebenso analysierte es Sportdirektor Jens Todt, der zwar „ein gutes Spiel“ sah, im Endeffekt aber mit dem Gefühl nach Hause ging, zwei Punkte verloren zu haben. Dass der KSC in dieser Saison kein großes Ziel mehr zu erreichen hat, steht seit längerer Zeit fest, jedoch ist nach oben bis Platz sechs, der nur einen Zähler entfernt ist, alles drin. Man muss auch das Positive aus der Spielzeit sehen. Die Karlsruher haben eine sportliche Krise am Anfang der Saison gut gemeistert und sich heraus gekämpft. Zeitweise hatte man nochmal auf den dritten Platz geschielt, der in dieser Saison letztendlich aber doch utopisch ist. Die Badener haben in den letzten neun Partien nur einmal verloren und sind seit drei Spielen ohne Gegentor. Das alles sind kleine Serien, die dafür sprechen, dass die Qualität in der Mannschaft vorhanden ist. Trotzdem gelingt es in dieser Saison nicht, spielerisch so zu überzeugen, dass es für mehr reicht. Trotzdem kann in dieser Saison immer noch ein ordentlicher Platz erreicht werden und sich Markus Kauczinski somit gebührend aus dem Wildpark verabschieden. Daran wird man in Karlsruhe alles setzen. Am kommenden Montag geht es im Badener Derby gegen den SC Freiburg, wo man dem Aufstiegsaspiranten ein Bein stellen will. Ein Erfolgserlebnis wäre sicher auch für die Fans von nicht geringer Bedeutung.

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