Karlsruher SC: Optimismus und Blick nach oben

Der KSC baut seine Serie weiter aus und ist nun seit fünf Spielen ungeschlagen. Beim 2:2 gegen Eintracht Braunschweig zahlte sich vor allem der unbedingte Wille etwas mitzunehmen aus. Nun wird sogar wieder vom dritten Platz gesprochen.

Unterzahlsituation stark gelöst

Auf tiefem Boden erwischten die Karlsruher den besseren Start und hätten wie schon in der Vorwoche in Duisburg früh in Führung gehen können. Diesmal scheiterte Manuel Torres allerdings an Braunschweig-Keeper Gikiewciz (3.). In der Folge entwickelte sich eine gute Partie, in dem beide Teams ein hohes Tempo gingen. In Führung gingen dann aber zunächst die Braunschweiger durch einen schönen Treffer von Mirko Boland (22.). Dass der KSC sein Selbstvertrauen nach einigen kritischen Phasen in der Saison zurückerlangt hat, zeigte sich allein darin, dass die Kauczinski-Elf nicht aufsteckte, sondern nur sieben Minuten später durch Manuel Torres per Elfmeter zum Ausgleich kam (29.). Nach der Pause dann aber der nächste Rückschlag für die Badener. Decarli erzielte nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff das 2:1 für die Eintracht. Als Ylli Sallahi in der 60. Minute dann auch noch mit gelb-rot vom Platz musste, wobei die zweite gelbe Karte äußert diskussionswürdig war, stellten sich alle Weichen auf einen Auswärtssieg der Braunschweiger. Doch der KSC arbeitete und kämpfte im Kollektiv zusammen und kam durch Diamantakos in der 65. Minute zum Ausgleich. Danach boten sich sogar noch Chancen auf den Siegtreffer, in Anbetracht der Unterzahlsituation dürfte der KSC mit dem 2:2 letztendlich aber zufrieden sein.

"Wir kämpfen für Platz drei"

Die Karlsruher bleiben zunächst zwar im Mittelfeld der Tabelle, der Blick geht bei den Akteuren dabei aber schon sehr weit nach oben. "Wir kämpfen für Platz drei“, gab etwa Manuel Torres bei „regio-news“ zu Protokoll. Sicherlich hat der KSC vor allem in der Rückrunde eine starke Bilanz, allerdings sind es auch nur drei Punkte bis Platz 13, weshalb man den Blick nicht vollends nach oben richten sollte. Dabei wären die Karlsruher gut beraten, weiter von Spiel zu Spiel zu denken und nicht nach einem Unentschieden, was für das Erreichen des Relegationsplatzes zu wenig ist, von höheren Zielen zu sprechen. Zumal es derzeit noch einige Teams gibt, die eine bessere Ausgangslage haben, diesen Platz zu erreichen.

Nichtsdestotrotz war man im KSC-Lager zufrieden mit der Leistung gegen Braunschweig. "Unterm Strich bin ich zufrieden. Wir hatten selbst in Unterzahl Chancen und können das Spiel sogar noch gewinnen. Die Gegentore sind zu leicht gefallen, da waren nicht wach genug. Das 2:2 geht in Ordnung, da auch Braunschweig noch Möglichkeiten hatte zu gewinnen. Alles in allem war es ein gerechtes Unentschieden“, bilanzierte Cheftrainer Markus Kauczinski.

Schon am Freitag geht es für den KSC mit dem Auswärtsspiel bei Union Berlin weiter. Mit der gezeigten Moral und dem Einsatz ist auch dort wieder einiges möglich, um sich weiter an die Spitzenplätze der Tabelle ranzurobben.

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