KSC-Klatsche in Berlin gibt Anlass zur Besorgnis
Es bleibt dabei. Der Karlsruher SC findet in dieser Saison weiter nicht in die Spur. Mit dem 0:4 in Berlin setzte es die erste Saisonniederlage, die aufgrund der Art und Weise für Besorgnis sorgen dürfte.
Union dominiert Partie
Von Beginn an fanden die Karlsruher nicht in die Partie. Bereits nach zehn Minuten musste Vollath gegen den starken Quaner das erste Mal eingreifen, ansonsten hätte es schon da 1:0 für die Hausherren gestanden. Zwei Minuten später meldete sich aber auch der KSC zum ersten Mal in der Offensive. Moritz Stoppelkamp, dessen Verpflichtung sich bis dato auszahlt, setzte einen Freistoß nur knapp neben das Union-Gehäuse (12.). Danach folgte von den Badenern lange nichts. Vielmehr nahmen die Berliner das Heft mehr und mehr in die Hand und gingen nach 22 Minuten durch einen abgefälschten Kreilach-Schuss in Führung. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Quaner spielerisch leicht auf 2:0 (40.).
Nach dem Seitenwechsel wurde die Oral-Elf etwas aktiver und kam zumindest in die Nähe des Tores. Sowohl Valentini (47.), als auch Stoppelkamp (50.) verfehlten das Tor aber. Nach einer Stunde folgte dann der endgültige Knock-Out für den KSC. Vollath foulte Quaner, Schiedsrichter Aarnink entschied auf Elfmeter, Skrzybski verwandelte souverän (61.). Zu guter Letzt sorgte Quaner mit seinem zweiten Treffer für den 4:0-Endstand (76.).
Offensive bleibt das Problem
Die Probleme des KSC bleiben, auch wenn die Saison selbst noch jung ist, die alten. Oral versuchte es gegen Union Berlin sogar mit der Doppelspitze Diamantakos und Hoffer, aber auch das sorgte nicht für die nötige Gefahr. Natürlich ist bei einer 0:4-Klatsche auch die Defensivabteilung zu kritisieren, jedoch machte die in der bisherigen Saison bis zum Union-Spiel einen ordentlichen Job. Vorne bleibt es aber dabei, dass der KSC in vier Spielen nur einen einzigen Treffer erzielen konnte, so kann und wird man keine Spiele gewinnen. Auch innerhalb der Mannschaft saß der Stachel nach der bitteren Niederlage tief. „Wir haben Dinge vermissen lassen, die wir normalerweise immer auf- bzw. einbringen: Ordnung, Kompaktheit, Wille und Herz“, erklärte etwas Enrico Valentini gegenüber der "Pforzheimer Zeitung". Doch auch mit Wille und Herz wäre die Niederlage wohl schwierig zu vermeiden gewesen, dafür fehlte es dem KSC in diesem Spiel an Qualität.
Nun gilt es die Fehler abermals aufzuarbeiten und endlich eine gute Lösung für die Offensive zu erarbeiten. Neuzugang Mavrias konnte sich gegen Berlin noch nicht behaupten, wird mit mehr Trainingseinheiten und Spielzeit aber sicher zu einer Alternative. Die benötigt der KSC dringend, um wieder Tore zu schießen, denn ohne funktioniert es nun mal nicht. Gelingt den Karlsruhern das nicht, so stehen bereits zu Saisonbeginn unruhige Zeiten an. Noch ist aber genügend Zeit in die Spur zu finden, zumal am nächsten Wochenende mit dem FC St. Pauli eine Mannschaft in den Wildpark kommt, die ebenfalls mit Problemen in die Saison gestartet ist, mittlerweile aber den ersten Saisonsieg feiern konnte.