Warum der KSC gegen Heidenheim nur Remis spielte

Der Karlsruher SC ist am Samstag nicht über ein 1:1 Unentschieden gegen Aufsteiger Heidenheim hinausgekommen. Die Gastgeber liefen ab der 6. Minute einem Rückstand hinterher, welcher aus einem starken Sololauf von Adriano Grimaldi resultierte. Nach einem Foul von Heidenheims Keeper Zimmermann an Manuel Torres gab es Elfmeter für die Karlsruher, welchen Reinhold Yabo in der 48. Minute zum 1:1 Endstand verwandelte. liga2-online.de erklärt an drei Punkten, warum es für den KSC nicht zu einem Sieg gereicht hat.

Schwache erste Halbzeit

Dem KSC gelang es in der ersten Halbzeit nicht, das Spiel nach seinen Gunsten auszurichten. Das frühe 1:0 für den FC Heidenheim brachte die Karlsruher völlig aus dem Konzept, sodass ihnen ungewohnt viele Fehlpässe über die gesamte erste Halbzeit hinweg unterliefen. Dies sah auch KSC-Trainer Markus Kauczinski so: „Es ist ärgerlich, dass wir in der ersten Hälfte nicht das Tempo gespielt haben, was wir eigentlich spielen können.“. Nur zwei nennenswerte Aktionen standen am Ende der ersten 45 Minuten zu Buche. Eine davon eine gute Flanke von Dennis Kempe, welche allerdings keinen Abnehmer fand. Die Tatsache, dass so etwas als Höhepunkt im Spiel der Karlsruher genannt wird, zeigt wie schwer sich der KSC in der ersten Hälfte tat.

Mangelnde Chancenverwertung trotz hoher Überlegenheit

Viel besser wurde die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski allerdings in der zweiten Halbzeit. Hier waren die bekannten Stärken des KSC wieder zu erkennen und der Tempofußball, sowie die Ballsicherheit, die die Karlsruher vor allem im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf ausgezeichnet hat, sorgte dafür, dass es für die Heidenheimer zunehmend schwerer wurde aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen. Trotz dieser Überlegenheit, welche sich auch in den Zahlen bei einem Ballbesitz um die 70 Prozent wiederspiegelte, gelang es den Karlsruhern nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Beispielsweise verzog Ilian Micanski in der 59. Minute mit einem sehenswerten Fallrückzieher nur knapp. Auch Manuel Gulde scheiterte in der Nachspielzeit nach einer Ecke von Selcuk Alibaz an Heidenheims Keeper Zimmermann. Trainer Markus Kauczinksi trauerte den vergebenen Chancen hinterher: „Wir sind glücklich über die zweite Halbzeit, in der wir Heidenheim an die Wand gespielt haben und es ist positiv, dass wir uns fußballerisch so entwickelt haben. Leider fehlte uns heute der letzte Punch.“

KSC kein Außenseiter mehr

Solche Spiele wie am Samstag gegen Heidenheim werden allerdings noch öfter auf den KSC zukommen. Nach der wirklich guten letzten Saison werden die Karlsruher immer häufiger als Favorit ins Spiel gehen, während man in der letzten Saison als Aufsteiger noch oft Außenseiter war, was die Spielweise oftmals erleichtern kann. Somit wird der FC Heidenheim, der das allerdings wirklich sehr gut gemacht hat, nicht der letzte Gegner sein, der sich „hinten reinstellt“ und versucht aus einer kompakten Ordnung heraus gegen den spielerisch stärkeren KSC zu bestehen. Nutzen die Karlsruher allerdings ihre Chancen wird man aus solchen Spielen in Zukunft auch mit drei Punkten anstatt einem Punkt herausgehen. Hierbei muss man aus dem Spiel lernen und darf so eine schwache erste Halbzeit zukünftig vor allem zu Hause nicht mehr spielen.

FOTO:  FU Sportfotografie

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