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0:5-Klatsche: Wiesbaden erreicht "Tiefpunkt"

Als Sieger der Aufstiegs-Relegationsspiele stand der SV Wehen Wiesbaden als letzter Teilnehmer der diesjährigen Zweitliga-Saison fest. Angekommen scheinen die Hessen im deutschen Unterhaus aber nicht zu sein, stattdessen wird es sogar immer dramatischer. Für Trainer Rüdiger Rehm ist der Tiefpunkt erreicht.

"Hat uns schwer getroffen"

Mit knappen Niederlagen gegen Karlsruhe und Aue in der Liga und im DFB-Pokal gegen Bundesligist Köln startete der SV Wehen Wiesbaden in die Saison, seit der 0:3-Klatsche gegen Hannover wird die Situation beim Aufsteiger immer dramatischer: Zuerst verspielten die Wiesbadener einen dreifachen Torvorsprung in Bochum, dann setzte es eine 0:5-Niederlage gegen Jahn Regensburg. "Das war ein Tiefpunkt", stellte daher auch SVWW-Cheftrainer Rüdiger Rehm gegenüber dem "Kicker" schonungslos heraus und differenzierte die Jahn-Klatsche von den anderen Rückschlägen: "Diese Niederlage hat uns schwer getroffen. Auch in solchen Momenten gilt es, die Verantwortung zu übernehmen und sich zu stellen."

Am letzten Transfertag sicherten sich die Wiesbadener die Dienste vom erfahrenen Stefan Aigner, der Ex-Bundesligaspieler ist nun vielleicht schon Rehms letzte Trumpfkarte. "Er bringt jede Menge Erfahrung mit, keine Frage. Aber er kann die Kohlen nicht allein aus dem Feuer holen", will der Coach die Last nicht allein auf den Schultern des Neuzugangs abladen. Fest steht aber: Nach unten hin ist kaum weniger möglich.

Rehm kämpferisch und knallhart

"Wir haben zwei Wochen Zeit, um hart zu arbeiten. Dabei wird die Arbeit gegenüber der Freizeit klar im Vordergrund stehen", zeigt sich Rehm deswegen kämpferisch und knallhart. Denn nach 113 Pflichspielen an der Seitenlinie des SV Wehen will der 40-Jährige die Flinte nicht ins Korn werfen: "Wir dürfen jetzt nicht wegwerfen, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam erarbeitet haben. Wir haben in der Vergangenheit schon ein-, zweimal solche Situationen gemeistert und gemeinsam bewältigt."

In der letzten Drittligasaison startete der SVWW beispielsweise zwar mit einem Sieg, darauf folgte aber auch nur ein Punkt aus fünf Spielen – am Ende stieg der Klub aus Hessen auf. "Das, was wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren erreicht haben, haben wir zusammen erreicht. Auch jetzt werden wir es gemeinsam schaffen, aus dieser Situation wieder", beschwört Rehm deshalb den Teamgeist seiner Mannschaft, die in der Länderspielpause an sich arbeiten wird: "Wir werden die Zeit nutzen, um am nächsten Spieltag bei der SpVgg Greuther Fürth die richtige Antwort zu geben."