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1. FC Heidenheim: Kampf um die Stammplätze ist entbrannt

Der 1. FC Heidenheim steckt mitten in der Vorbereitung für die erste Spielzeit in der 2. Bundesliga. Und schon nach den ersten Testspielen ist der Kampf um einen Platz in der Startformation entfacht. Besonders im Fokus stehen dabei die sieben Neuzugänge, die allesamt auf einen Stammplatz hoffen. Wie die genaue Stammformation letztendlich aussehen wird, lässt sich erst kurz vor Saisonbeginn sagen. Nun wird in den Testspielen munter durchgewechselt, sodass jeder die gleiche Chance hat, sich Cheftrainer Frank Schmidt zu empfehlen. So wurde bereits vor dem Trainingsauftakt ein offener Kampf um die Nummer eins ausgesprochen. Rouven Sattelmaier und Neuzugang Jan Zimmermann haben dieselben Chancen, die Saison im Tor zu beginnen.

Zwei Plätze, fünf Bewerber

Genaugenommen könnte man sagen, dass der 1. FCH mit acht Neuzugängen in die Saison startet. Innenverteidiger Timo Beermann wechselte zwar schon im letzten Sommer vom VfL Osnabrück nach Heidenheim, doch ein Kreuz- und Innenbandriss während der Vorbereitung sorgten dafür, dass Beermann ein komplettes Jahr aussetzen musste und nun erst wieder voll angreifen kann. Doch die Konkurrenz im Abwehrzentrum ist riesig. Letztes Jahr bildeten Tim Göhlert und Mathias Wittek das Innenverteidiger-Duo. Änderungen gab es nur, wenn einer von beiden eine Gelbsperre absitzen musste, oder sich mit einer Verletzung rumplagte. Nun hat sich die Situation geändert. Wie schon erwähnt rechnet sich Rückkehrer Timo Beermann gute Chancen aus. Aber es gibt noch zwei weitere Bewerber. Aus Fürth wechselte Kevin Kraus an die Brenz. Und auch er ist ein Rückkehrer. Bereits im Winter 2013 wurde Kraus von Fürth nach Heidenheim verliehen. Dort sollte er nach einem Kreuzbandriss langsam wieder Spielpraxis bekommen. Er fand sich sehr schnell in Heidenheim zurecht und absolvierte alle 17 Saisonspiele nach der Winterpause, dabei überzeugte er mit zwei Torvorlagen und fünf eigenen Treffern. Logischerweise wollte ihn Fürth dann auch zurück. Anfangs war er auch gesetzt, bevor ihn abermals eine Verletzung weit zurückwarf. Jetzt hat sich Kraus also endgültig für einen Wechsel nach Heidenheim entschieden. Übrig ist noch Daniel Vier, der diesen Winter aus Stuttgart nach Heidenheim kam. Er scheint jedoch nur wenige Chancen auf einen Stammplatz zu haben, bei den restlichen vier ist der Kampf ziemlich offen.

Viele Optionen auf der Außenbahn

Michael Vitzthum wurde als Linksverteidigers verpflichtet, dürfte aber gegen Dauerbrenner und Aufstiegstorschütze Philip Heise zunächst einmal das Nachsehen haben. Im zentralen Mittelfeld hat die Überraschung der vergangenen Saison, Sebastian Griesbeck, seinen Platz sicher. Neben ihm streiten sich dann Julius Reinhardt, Marcel Titsch-Rivero und Neuzugang Philipp Riese um den Platz. Auch auf der linken Außenbahn ist die Position klar an Kapitän und Identifikationsfigur Marc Schnatterer vergeben. Auf der rechten Seite jedoch gibt es gleich mehrere Optionen. Dort werden sich aller Voraussicht nach Alper Bagceci und Neuzugang Robert Leipertz um den Platz streiten. Wobei der von den Amateuren des FC Schalke 04 gekommene Leipertz sich gute Chancen auf einen Platz in der Anfangsformation ausrechnen darf. Aber auch Neuzugang, Manuel Janzer, der vom VfB Stuttgart II kam, ist Offensiv flexibel einsetzbar und könnte auf der rechten Außenbahn spielen. Zudem wurde auch Sven Sökler letzte Saison überwiegend auf dieser Position eingesetzt.

Testspiele schadlos überstanden

Im Sturm ist die Leistungsdichte ebenfalls sehr nah beieinander. Dort dürfte nur Smail Morabit gesetzt sein. Dahinter wird sich Neuzugang Adriano Grimaldi gegen Patrick Mayer und Florian Niederlechner durchsetzen müssen. Letztgenannter zeigte sich bei den Testspielen bisher am treffsichersten. Fünf Spiele mit einer Tordifferenz von 44:0 wurden bisher absolviert. Acht Treffer gelangen dabei Niederlechner. Mit vier Treffern folgen dahinter Mayer, Grimaldi, Titsch-Rivero, Morabit, Janzer und Sökler. Gegen die überwiegend niederklassigen Gegner lassen sich jedoch nur wenige Schlüsse ziehen. Der erste ernsthafte Testspielgegner wird Montag im Trainingslager im Zillertal der MSV Duisburg sein.

FOTO: Marcel Junghanns / Klettermaxe Photographie / Fototifosi