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1. FC Köln: Neue Gespräche wegen Modeste

In der Hängepartie um Torjäger Anthony Modeste schöpfen der Franzose und der 1. FC Köln neue Hoffnung auf eine zeitnahe Lösung. Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle stellte im Trainingslager der Rheinländer auf Mallorca die Wiederaufnahme von Gesprächen mit Modestes Ex-Klub Tianjin Tianhai (vormals Tianjin Quanjian) mit dem Ziel einer Freigabe für den Franzosen noch in der bis zum 31. Januar laufenden Transferperiode in Aussicht.

"In Dialog kommen"

"Wir sind über verschiedene Kanäle in Gesprächen und haben vereinbart, dass wir in den Dialog kommen wollen, um möglichst kurzfristig eine Lösung zu finden", sagte Wehrle in einer Presserunde auf der spanischen Sonneninsel und fügte hinzu: "Beide Seiten sind der Ansicht, dass es lohnenswert ist, sich miteinander an einen Tisch zu setzen." Womöglich würde eine FC-Delegation für die Verhandlungen auch noch einmal nach China reisen.

Wehrles Aussagen können ein Hinweis auf Kölns Bereitschaft zur Aushandlung einer außergerichtlichen Lösung und damit im Extremfall wohl auch zur Zahlung einer Ablöse für Modeste sein. Ein Schiedsgericht des Weltverbandes FIFA hatte in dem Transferstreit vor Weihnachten widersprüchlicherweise sowohl Modestes Kündigung des Vertrages im Reich der Mitte wegen ausstehender Gehaltszahlungen als auch Tianjins Forderung nach einer Transferentschädigung aufgrund des bestehenden Vertrages als rechtmäßig eingestuft und den Vorgang damit in eine Sackgasse manövriert. Modeste war 2017 für eine Ablöse von 30 Millionen Euro aus der Domstadt nach Tianjin gewechselt.

CAS-Anrufung möglich

Kölns Zuversicht in dem seit dem Herbst anhaltenden Gezerre um Modeste, der in Annahme seiner rechtmäßigen Kündigung in Tianjin wieder bei den Geißböcken angeheuert hatte und seitdem auf seine Spielgenehmigung warten muss, gründet sich auf den Führungswechsel bei Tianhai in der vergangenen Woche nach der Verhaftung des vorherigen Investors. "Die neuen Verantwortlichen kennen nicht alle Details aus der Vergangenheit. Darüber müssen wir sprechen. Wir sind auf einem guten Weg, die Gespräche wieder aufnehmen zu können", sagte Wehrle.

Für den Fall von scheiternden Verhandlungen erwartet Wehrle die Anrufung des internationalen Sportgerichtshofes CAS in Lausanne. Ob Modeste nach einer laut Wehrle voraussichtlich mündlichen Verhandlung die Freigabe erwarten darf, ließ der FC-Funktionär offen.