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1:0! Heidenheim nach zweitem Heimsieg weiter im Aufwind

Ein zweites Ausrufezeichen innerhalb von vier Tagen setzte der 1. FC Heidenheim. Am Mittwoch gelang in Regensburg mit einem 2:5 Erfolg der Einzug in das DFB-Pokal Achtelfinale. Mit dem dort gewonnenen Selbstvertrauen konnte nun auch wieder ein Ligaspiel erfolgreich bestritten werden. Gegen den 1. FC Nürnberg stand am Ende ein 1:0 Erfolg zu Buche. Torschütze des goldenen Treffers war Robert Glatzel Mitte des zweiten Spielabschnitts.

Heidenheim vor dem Tor fahrlässig

Bereits nach 15 Sekunden wurde es gefährlich im Nürnberger Strafraum. Die Hausherren brachten gleich zwei Bälle gefährlich in den Strafraum, aber noch wurde kein Abnehmer für die Hereingaben gefunden. Heidenheim präsentierte sich äußerst stark. Aus einer gut gestaffelten Defensive heraus wurde den Gästen kein Freiraum gegeben. Diese hatten große Probleme sich nach vorne zu kombinieren und so blieb der Strafraum des FCH verwaist. Während die Schwaben hier klar das Heft in der Hand gehabt haben, blieb der Tabellendritte weit unter seinen Möglichkeiten. Die erste Großchance ergab sich nach 25 Minuten unter freundlicher Mithilfe der Gäste, die einen Fehler im Aufbauspiel hatten. Glatzel stand allein vor Thorsten Kirschbaum, aber sein Schlenzer ins kurze Eck landete nur im Außennetz. Das war der Auftakt zu einem wahren Festival an Großchancen. Sebastian Grießbeck hatte die nächste Möglichkeit, als er im Anschluss eines Freistoßes aus kurzer Distanz am gut reagierenden Kirschbaum scheiterte (27.). Doch auch Kirschbaum konnte nicht alles entschärfen, so half nach einer halben Stunde der Querbalken aus. Marc Schnatterer zirkelte einen Freistoß aus 17 Metern über die Mauer hinweg an die Latte. Auch den Nachschuss konnten die Heidenheimer nicht im Gehäuse unterbringen. Von den favorisierten Franken kam bis zum Pausentee weiterhin nichts. Diese durften sich glücklich schätzen, dass sie mit einem 0:0 in die Kabinen gehen konnten. Denn noch kurz vor dem Halbzeitpfiff verzeichneten die Heidenheimer noch zwei weitere Chancen. Erst köpfte Glatzel einen Ball knapp am langen Pfosten vorbei (40.), dann agierte Schnatterer äußerst unglücklich. Dieser wurde herrlich in Szene gesetzt und konnte sich frei vor Kirschbaum quasi die Ecke aussuchen in die er den Ball einschiebt. Doch stattdessen schütze das Fangnetz die Zuschauer auf der Tribüne, wohin der Ball eigentlich geflogen wäre (43.). FCH-Trainer Frank Schmidt war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden, den „einzigen Vorwurf, den wir uns heute machen können ist, dass wir das Spiel eigentlich zur Halbzeit hätten entscheiden müssen.“

Partie flacht ab, doch Glatzel ist zur Stelle

Nach dem Seitenwechsel spielten die Franken gleich forsch nach vorne und brachten den Ball schnell in den Strafraum des FCH, wo aber auch noch kein Abnehmer zur Stelle war. Die Hausherren mussten dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und kamen nicht mehr so gefährlich vor das gegnerische Gehäuse wie noch im ersten Spielabschnitt. Dennoch war immer noch die Überlegenheit der Schwaben zu erkennen, die die Franken nicht in gefährlichere Regionen des Spielfeldes kommen ließen. Es dauerte bis zur 67. Minute ehe der Knotenlöser folgte. Zunächst konnten die Gäste einen Eckball klären, doch Kolja Pusch brachte den Ball im zweiten Versuch wieder in den Strafraum. Griesbeck setzte sich am langen Pfosten ab und köpfte überlegt in die Mitte des Tores, wo Glatzel richtig positioniert war und den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Spätestens jetzt sahen auch die Nürnberger, dass mit der bisher gezeigten Leistung keine Punkte zu holen seien und versuchten sich nun auch am Offensivspiel zu beteiligen. Erst verpasste Mikael Ishak eine flache Hereingabe nur um Haaresbreite und verpasste den Ausgleich nur um wenige Zentimeter (69.) Später behielt Kevin Müller bei einem Abschluss von Ishak die Überhand (78.). Auch beim Abschluss von Kevin Möhwald aus kurzer Distanz konnte Müller seine Arme rechtzeitig hochreißen und so den Ausgleich verhindern (80.). Das war dann aber auch schon alles vom Club. Die ganz große Schlussoffensive blieb aus, da die Heidenheimer bis zum Spielende eine äußerst konzentrierte und sichere Vorstellung in Sachen Defensivarbeit ablieferten. Stattdessen hätte es fast noch eine Vorentscheidung gegeben. Tim Skarke legte uneigennützig zu Maxi Thiel quer, der aus 12 Metern Kirschbaum zu einer Glanzparade zwang (85.). Der 1. FCH überzeugte gegen einen starken Gegner, dessen Ziel es ist bis zum Ende der Saison um die ganz vorderen Plätze in der Tabelle mitzuspielen. Siegtorschütze Glatzel lobte ebenfalls die Leistung der Mannschaft, mit „der man heute zufrieden sein kann“. Die kommende Aufgabe für die Schwaben wird nicht leichter, denn als nächstes steht das Auswärtsspiel beim Tabellenführer aus Düsseldorf auf dem Programm.