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"1:0 ist das geilste Ergebnis": SVD festigt Aufstiegsrang

© IMAGO / Ulrich Hufnagel

SVD-Torjäger Luca Pfeiffer musste verletzungsbedingt von der Bank aus verfolgen, wie Namensvetter Patric Pfeiffer den 1:0-Siegtreffer für die Lilien im Topspiel mit Paderborn erzielte. Somit schließt Darmstadt die Hinrunde auf einem direkten Aufstiegsplatz ab, was nach Saisonbeginn wohl kaum zu erwarten war. Doch gerade der schwierige Start hat das Team zusammengeschweißt, wie die Akteure immer noch betonen.

Pfeiffer statt Pfeiffer

Ein offensives Spektakel war zwischen Paderborn und Darmstadt zu erwarten, doch am Ende setzten sich die Lilien mit einem einzigen Treffer durch. "Ein 1:0 ist das geilste Ergebnis, was du hier erzielen kannst – gerade mit Blick auf die enorme offensive Qualität der Paderborner", freute sich SVD-Abwehrspieler Fabian Holland umso mehr über den goldenen Treffer, der nach einer Standardsituation fiel. Statt Luca Pfeiffer war Patric Pfeiffer per Kopf zur Stelle. "Für mich persönlich ist es natürlich schön, dass ich Patric den Ball auflegen konnte. Für die ganze Mannschaft ist das Ergebnis heute einfach wunderbar."

Nach einer Serie von 19 Punkten aus sieben Spielen unterlag der SVD zuletzt Düsseldorf. In Paderborn gab Darmstadt daraufhin wieder eine Antwort, die auch Cheftrainer Torsten Lieberknecht erfreute. "Über die 90 Minten hatten wir eine gute Struktur gegen den Ball. Genau das hatten wir uns nach dem Düsseldorf-Spiel vorgenommen. Und das hat Mannschaft bis auf wenige Ausnahmen fantastisch umgesetzt", lobte der 48-Jährige seine Elf. Gleichzeitig blieb er beim Erfolg demütig, denn "wenn das Spiel 0:0 ausgeht, wäre es ein torloses Remis der besseren Sorte gewesen".

"Sind eine geile Truppe"

Mit 32 Punkten beendet Darmstadt die Hinrunde als Tabellenzweiter – zum Vergleich: Im Aufstiegsjahr 2014/15 hatten die Lilien sogar drei Zähler weniger auf dem Konto, waren damals als Aufsteiger "nur" Dritter. Heute wie damals zeichnet der Mannschaftsgeist die Akteure vom Böllenfalltor aus. "Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung mit großer Kampfbereitschaft und Willensstärke. Es ging hin und her, Paderborn ist eine sehr starke Mannschaft", merkte auch Tobias Kempe in Bezug auf die letzte Partie an. "Solche Siege sind am schönsten."

Doch worin liegt das Geheimnis der Darmstädter, die vor Saisonbeginn mit dem späten Trainerwechsel von Markus Anfang zu Torsten Lieberknecht und anschließend mit einem immensen Infektiongeschehens zu kämpfen hatten? "Die Hinrunde hat schwierig für uns begonnen, das hat uns aber als Mannschaft zusammengeschweißt und dann haben wir uns in einen Flow gespielt", fasste Kempe schlichtweg zusammen. "Wir sind eine geile Truppe, in der sich jeder unterordnet." Entsprechend wird in Darmstadt auch nicht übertrieben, die Tabelle spielt keine Rolle. Wichtig wird für die Lilien nun in erster Linie nun sein, was sich SVD-Torjäger Luca Pfeiffer zugezogen hat – um möglichst schneller zum Team zurück zu kommen.