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2. Bundesliga im November ohne Fans

© imago images / Jan Huebner

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen sollen ab dem 2. November alle Spiele im Profisport – und damit auch in der 2. Liga – vor leeren Rängen ausgetragen werden. Darauf verständigten sich Bund und Länder im Rahmen einer Konferenz am Mittwoch. Ausnahmen sind aber möglich. Der Spielbetrieb ist vom Shutdown dagegen nicht betroffen.

"Nationale Kraftanstrengung"

Bei einer Pressekonferenz am Abend sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel von einer "ernsten Lage" und einer "nationalen Kraftanstrengung". Das Tempo der Pandemie sei "extrem hoch", am Mittwoch "waren es doppelt so viele Neuinfektionen wie vor einer Woche". Noch werde das Gesundheitssystem mit der Situation fertig. "Doch wenn es bei diesem Tempo bleibt, kommen wir innerhalb weniger Wochen an die Leistungsgrenze des Gesundheitssystem. Schon jetzt wissen wir bei 75 Prozent der Infektionen nicht mehr, woher sie kamen. Daher sei klar gewesen: "Wir müssen handeln. Und zwar jetzt", so Merkel. Das Ziel: Eine Gesundheitsnotlage vermeiden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach von einer "4-Wochen-Therapie".

Die 2. Bundesliga findet somit am kommenden Wochenende wahrscheinlich letztmals für die nächsten Wochen vor Zuschauern statt. Erst am Mittwochmittag hatte Eintracht Braunschweig verkündet, am Wochenende 2.900 Zuschauer im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg begrüßen zu dürfen. Es wird für die nächsten Wochen wohl das letzte Spiel der Niedersachsen in Anwesenheit von Fans sein. Denn generell soll es im deutschen Profisport und somit auch in der 2. Bundesliga im November keine Teilzulassungen von Fans mehr geben.

Spielbetrieb geht weiter

Unklar ist allerdings, ob es nicht weiterhin Ausnahmen geben könnte. Da die örtlichen Gesundheitsbehörden in der Frage zu den Stadionbesuchern das letzte Wort haben, könnten diese an Orten mit einer geringeren Corona-Fallzahl und einer Inzidenz unter dem Wert von 35 womöglich weitere Teilzulassungen von Fans beschließen. Entscheidend hierfür ist aber das Infektionsgeschehen in den nächsten Wochen. Immerhin: Der Spielbetrieb kann weiter fortgesetzt werden.

Die DFL teilte am Abend mit: "Zweifelsohne erfordert die sich zuspitzende Pandemie-Lage zusätzliche Anstrengungen in allen Lebensbereichen. Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga haben in den vergangenen Wochen mit großem Aufwand Hygiene-Konzepte zum effektiven Schutz von Stadion-Zuschauern entworfen und diese mit den zuständigen Behörden vor Ort abgestimmt. Fans und Clubs haben darauf aufbauend, wo immer möglich, Hygiene- und Abstandsregeln nahezu ausnahmslos diszipliniert umgesetzt und sind damit ihrer Verantwortung gerecht geworden. Es ist daher bedauerlich, wenn dies vorübergehend nicht mehr möglich ist. Wir hoffen, dass die beschlossenen Maßnahmen im Sinne der gesamten Gesellschaft schnell und nachhaltig Wirkung zeigen."