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5:1 beim HSV: Historisch guter SVS sorgt für "fairen Wettbewerb"

© imago images / Poolfoto

Mit einem 5:1-Auswärtssieg sorgte der SV Sandhausen beim Hamburger SV für lange Gesichter, konnte sich in erster Linie aber vor allem über die eigene sportliche Leistung freuen. Denn dank des hohen Erfolgs konnte sich die Mannschaft vom Hardtwald die historisch beste Platzierung ihrer Zweitliga-Geschichte wiederholen.

Diekmeiers zweiter Streich

Der SV Sandhausen ist in der Saisonvorschau stets ein Team, das zum Kreis der potentiellen Abstiegskandidaten gezählt wird. Zum achten Mal in Folge glückte der Mannschaft von Cheftrainer Uwe Koschinat aber der Klassenerhalt, wenngleich das in dieser Saison nicht am letzten Spieltag entschieden wurde. Trotzdem sorgte die Elf vom Hardtwald für einen "fairen Wettbewerb" – und konnte sogar den zehnten Tabellenplatz erklimmen, der in der SVS-Historie immer noch das beste Ergebnis in der Zweitliga-Geschichte darstellt.

"Es ist mit Sicherheit ungewöhnlich, dass wir als SV Sandhausen nach einem 4:1 noch weiter auf ein nächstes Tor spielen. Aber wir bekamen die Information, dass wir mit einem weiteren Tor noch einen Platz in der Tabelle machen können", erklärte SVS-Coach Koschinat in der Pressekonferenz nach dem Spiel. Das Tor fiel auch noch, ausgerechnet durch den jahrelangen Hamburger Dennis Diekmeier. Nie traf der Rechtsverteidiger vor der Saison in die Maschen, nun folgte gegen den Ex-Klub bereits der zweite Torjubel. Koschinat zog dadurch mit Vorgänger Kenan Kocak gleich, der den SVS in der Saison 2016/17 bereits einmal auf den zehnten Platz führte.

"Da kam einiges zusammen"

Dass es am Ende des Spieltags so kommen würde, davon wagte Koschinat im Vorfeld nicht zu träumen. "Ich denke, das war ein Saisonausklang, den selbst die kühnsten Optimisten in Sandhausen so nicht für möglich gehalten haben", resümierte der Coach und zeigt sich von der Leistung der Mannschaft beeindruckt: "Wir standen natürlich auch nicht unter Druck, das muss man auch erwähnen. Da kam einiges zusammen." Schon in der ersten Hälfte ließ der SVS dabei die Hälfte seiner Chancen ungenutzt, netzte nur zwei Mal ein. Mit dem Anschlusstreffer per Elfmeter zitterten die Gäste dann nur kurz.

"Wir sind davon ausgegangen, dass der HSV hier in der Anfangsphase alles daran setzen wird, früh in Führung zu gehen und logischerweise auch Druck auf das andere Stadion zu machen", blickte Koschinat auf die Marschroute des Spiels zurück. Die wurde konsequent umgesetzt: "Deswegen war unsere Devise, dass wir sehr mutig und offensiv an dieses Spiel herangehen wollen." Am Ende belohnte sich der SVS durch den hohen Sieg selbst, das Hamburger Drama ist für Koschinat Beiwerk: "Wir haben für einen fairen Wettbewerb gesorgt, weil das Eigeninteresse eben auch noch eingetroffen ist." Ein positives Gefühl für die Sommerpause.