96.000 Euro! Hammer-Strafe für den 1. FC Magdeburg
Es ist ein teures Paket, das dem 1. FC Magdeburg vorzeitig unter den Weihnachtsbaum gelegt wurde. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch vermeldete, muss der Aufsteiger eine Geldstrafe in Höhe von 96.000 Euro zahlen. Davon kann der Verein bis zu 32.000 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 30. Juni 2023 nachzuweisen wäre. Grund für die Strafe sind pyrotechnische Gegenstände beim DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt.
160 pyrotechnische Gegenstände abgebrannt
Mit 0:4 war der 1. FC Magdeburg Eintracht Frankfurt am 1. August in der 1. Runde des DFB-Pokals unterlegen. Viereinhalb Monate später gab es noch das bittere, weil sehr teure Nachspiel für den Verein: 96.000 Euro muss der Klub aus Sachsen-Anhalt berappeln und an den DFB zahlen.
"Während der zweiten Halbzeit und nach Abpfiff des DFB-Pokalspiels gegen Eintracht Frankfurt am 1. August 2022 zündeten Magdeburger Zuschauer insgesamt 160 pyrotechnische Gegenstände wie Bengalische Feuer, Rauchtöpfe und Blinker. Der Strafzumessungsleitfaden für die Arbeit des DFB-Kontrollausschusses sieht bei Vereinen der 2. Bundesliga pro abgebranntem pyrotechnischem Gegenstand grundsätzlich eine Geldstrafe in Höhe von je 600 Euro vor", begründete der Verband die hohe Strafe. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, es ist somit rechtskräftig.
Zweite Strafe diesen Monat
Es ist bereits die zweite Strafe in diesem Monat für die Blau-Weißen. Bereits am vergangenen Freitag wurde eine Strafe in Höhe von 7.500 Euro vom DFB veröffentlicht. Während der Partie gegen Hannover 96 kam es zu Auseinandersetzungen und Schlägereien im Innenraum. Aus dem Gästebereich waren zuvor gezielt Leuchtraketen in den Magdeburger Familienblock geschossen worden, wie das Sportgericht festhält. Daraufhin kletterten Anhänger aus beiden Lagern über die Seitenbanden und Absperrgitter, bis zu 15 Personen waren beteiligt.
Ein massives Einschreiten der Polizei verhinderte Schlimmeres, dennoch flogen Fahnenhalter und -stangen sowie Werbebanden zwischen den Parteien umher. Weil der FCM mehrere Täter ermitteln konnte, wich das DFB-Sportgericht von einer höheren Strafe ab. Der Kontrollausschuss hatte vorher mindestens 15.000 Euro beantragt.