FCM nach Derby-Frust: "Wir haben für uns einen Abschluss gefunden"
Nach der Derby-Enttäuschung gegen Dynamo Dresden bleibt dem 1. FC Magdeburg wenig Zeit zum Durchatmen. Mit Hannover 96 wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe - ein Duell zweier ballbesitzorientierter Teams. FCM-Trainer Sander erwartet eine intensive Partie und deutet an, dass es Überraschungsmomente geben könnte.
Beide wollen den Ball - "aber wir haben nur einen"
Rein von den Statistiken verspricht die Partie am Freitagabend einiges. Mit dem 1. FC Magdeburg trifft - gemessen an den letzten fünf Spielen - die zweitformstärkste Mannschaft der Liga auf das drittbeste Auswärtsteam, Hannover 96. Für FCM-Trainer Petrik Sander ist es zudem eine "spannende Partie zwischen zwei Mannschaften, die gerne den Ball haben wollen". Mit einem Augenzwinkern schob der 65-Jährige hinterher: "Aber wir haben nur einen."
Während Hannover 96 mit Rückenwind in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts reist - zuletzt gelang ein 2:1-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf -, muss der FCM eine schmerzhafte Niederlage verarbeiten. Im Elb-Clasico unterlag Sanders Team Dynamo Dresden mit 1:2. Damit riss auch die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge. "Es war klar, dass das irgendwann einmal passiert. Dass es ausgerechnet in so einem Spiel passiert, war unglücklich - und die Enttäuschung entsprechend groß", erklärte der Coach. Zugleich betonte er aber, dass solche Rückschläge mitunter auch eine "heilende Wirkung" haben können, wenn man die richtigen Schlüsse daraus ziehe. Dennoch sei ihm bewusst, dass ein verlorenes Derby nicht einfach am nächsten Tag abgehakt ist: "Ich hätte gerne darauf verzichtet", so Sander.
"Ein Ergebnis jagt das nächste"
Mittlerweile ist das Derby jedoch kein Thema mehr. "Im Fußball geht es immer so schnell und rasant, dass ein Ereignis das nächste jagt. Wir haben das ordentlich ausgewertet und für uns einen Abschluss gefunden", erklärte der FCM-Trainer. Ob er sich für die Partie etwas Besonderes überlegt hat, ließ Sander offen: "Wir müssen schauen, was passt und ob es den einen oder anderen Überraschungseffekt gibt." Weiterhin nicht zur Verfügung stehen Alexander Ahl-Holmström, Tarek Chahed, Connor Krempicki, Eldin Dzogovic sowie Samuel Loric und Luka Hyryläinen.