Sander nicht ratlos: "Das wäre ja das schlimmste Zeichen"

Der 1. FC Magdeburg steckt weiterhin in großen Schwierigkeiten. Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC kassierte die Mannschaft von Petrik Sander die dritte Niederlage in Folge, wodurch die Elbestädter wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. Ratlosigkeit herrscht beim Cheftrainer jedoch nicht, wie der 65-Jährige versicherte.

"Wir hatten einen klaren Plan, aber ..."

Im eigenen Stadion blieb der 1. FC Magdeburg auch am vergangenen Wochenende ein Punktelieferant. Drei Gegentore holte FCM-Kapitän Dominik Reimann aus seinem Netz, was insgesamt 18 Gegentreffer in den letzten sechs Partien bedeutet. Nach dem Aufschwung rund um den Jahreswechsel fiel Magdeburg nun auf einen Abstiegsplatz zurück - und muss wieder mindestens zwei Punkte zu Platz 16 aufholen. Fehlen Cheftrainer Petrik Sander zunehmend die Mittel? "Nein, also das wäre ja das schlimmste Zeichen, wenn man irgendwie ratlos wäre und den Jungs nichts mehr erzählen kann", fand der 65-Jährige. Auch die 1:3-Niederlage hätte in Sanders Augen anders ausgehen können.

"Die erste Halbzeit verläuft logischerweise anders, wenn wir gleich zu Beginn in Führung gehen", erinnerte der Cheftrainer an die Großchance in der ersten Spielminute, bei der Richmond Tachie ans Außennetz köpfte. Eine frühe Führung hätte Sicherheit gegeben, eine frühe Führung hätte das Publikum mitgenommen. Doch in der Folge präsentierten sich die Magdeburger nicht auf Augenhöhe. "Wir hatten einen klaren Plan, aber wir haben viele Sachsen nicht so umgesetzt, wie wir das wollten", gestand Sander ein. Der KSC traf, der FCM korrigierte personell, aber wieder war Karlsruhe erfolgreich.

"Weiß nicht, was der VAR dann überprüft hat"

"Das 0:2 wäre für viele Mannschaften der absolute Nackenschlag gewesen", hielt der Magdeburger Coach fest. "Dann frisst man noch das dritte und das vierte Gegentor, aber nicht bei uns. Und das ist das Entscheidende und das ist das Gute." Die Magdeburger ließen sich nicht hängen, erzielten den Anschlusstreffer und kämpften um den Punktgewinn. "Wenn das 2:2 fällt, dann möchte ich mal sehen, wie es weitergeht. Aber es ist halt nicht gefallen", fasste Sander zuversichtlich zusammen, dass seine Mannschaft näher dran am Erfolgserlebnis war, als das Ergebnis zunächst den Anschein hatte.

"Der Mut und die Bereitschaft müssen uns ja bestärken, dass wir guten Fußball spielen können, aber gleichzeitig muss es auch ein Fingerzeig sein, dass es nicht sein kann, dass wir durch einen Ballverlust im Spielaufbau an der Mittellinie ein Gegentor fressen", so der FCM-Coach. Zu leichte Gegentreffer, zu viele individuelle Fehler von unterschiedlichen Personen. Die Magdeburger schossen sich mehrfach ins eigene Knie, aber vor dem entscheidenden 1:3 sah Sander auch Probleme beim Schiedsrichterteam. "Ich muss aufpassen, was ich sage. Für mich war das im Vorfeld ein Foul und ich weiß nicht, was der VAR dann überprüft hat. Aus dem normalen Spielgeschehen heraus müsste er da einen Freistoß geben", fand der FCM-Coach. Die Vielzahl der Gegentore wird ein Thema bleiben.

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