"Bisschen aufpassen": Kettemann will lieber über Fußball sprechen
Der SC Paderborn 07 hat einen weiteren Sieg eingefahren und setzte sich zeitweise schon an die Tabellenspitze. Auch der Betzenberg war für die Ostwestfalen keine Hürde, sodass Cheftrainer Ralf Kettemann glücklich darüber war, wie sich seine junge Mannschaft im Aufstiegsrennen behauptete.
"Vielleicht können wir mehr darüber sprechen"
"Wahrscheinlich saßen hier schon einige meiner Kollegen und haben das gleiche erzählt, aber ein Spiel hier am Betzenberg ist wirklich etwas Spezielles", erklärte der SCP07-Coach nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft beim 1. FC Kaiserslautern. Zwei Mal netzte der SC Paderborn in der Nachspielzeit der jeweiligen Hälften ein - aber besonders der Freistoßtreffer von Calvin Brackelmann war in seiner Entstehung diskutabel. Und erhitzte die Gemüter. "Ich verstehe natürlich die Nachfragen und ich verstehe auch Kaiserslautern, dass man nicht glücklich mit den Entscheidungen ist."
Grundsätzlich brach Kettemann eine Lanze für das Schiedsrichter-Wesen. "Ich habe das Gefühl, dass wir ein bisschen aufpassen müssen. Es geht jede Woche ganz viel um die Unparteiischen, aber da spielen echt junge Burschen draußen. Die lassen beim Fußball ihr Herz auf dem Platz, die Fans lassen ihr Herz im Stadion. Vielleicht können wir mehr darüber sprechen", fand der 39-Jährige, der nach wie vor seine erste Saison als Profitrainer absolviert. "Vielleicht lief das heute ein bisschen in unsere Richtung, aber abgesehen davon haben wir uns auch einige gute Momente erspielt und haben ordentlich verteidigt. Das ist das, was zumindest bei mir hängen bleiben wird."
"Letzte Woche waren wir Fünfter"
Und das völlig zurecht, denn mit dem Sieg in Kaiserslautern schob sich Paderborn zwischenzeitlich an die Tabellenspitze und wurde nur noch vom FC Schalke 04 wieder verdrängt. "Klar bin ich froh, dass wir da oben dabei sind und das wird auch cool und es wird spannend", fasste Kettemann ad hoc zusammen. "Aber ob wir jetzt Erster, Zweiter, Dritter oder Vierter sind? Letzte Woche waren wir Fünfter. Es ist schön, aber wir müssen uns auf uns konzentrieren und schauen, dass wir so Leistungen wie gegen Hertha und auch heute wieder abliefern."
Denn dann wird weiter mit den Ostwestfalen zu rechnen sein. Und das mit einer ganz jungen Mannschaft: "Respekt vor diesen Jungs, dass sie sich hier so wehren, dass sie das hier so annehmen. Ich will nicht 'junge Hüpfer' sagen, aber ich sage es trotzdem", so Kettemann, der sich wohl noch viel von den jungen Hüpfern versprechen kann. Auch wieder beim nächsten Auftritt am kommenden Samstag (13 Uhr) gegen Eintracht Braunschweig.