Paderborn will "Once-in-a-lifetime-Chance" nutzen

Am Donnerstag trifft der SC Paderborn in der Relegation zum Hinspiel auf den VfL Wolfsburg. Druck herrsche bei den Ostwestfalen nicht mehr. Dieser ist gegen eine Lockerheit, Leichtigkeit und Frische gewichen. Genau das, was es laut Cheftrainer Ralf Kettemann nun braucht.

"Das fühlt sich ziemlich geil an"

Es war ein Hin und Her am letzten Spieltag. Während der SC Paderborn in Darmstadt seine Hausaufgaben machte, ruhte die Hoffnung auf dem 1. FC Nürnberg. Die Franken durften bei Hannover 96 nicht verlieren. Gleich drei Mal gingen die Niedersachsen in Führung und schienen den Relegationsplatz bereits sicher zu haben – doch kurz vor Schluss gelang dem Club der dritte Ausgleich. Zur Freude der Paderborner, die nun am Donnerstag ihre erste von zwei Relegationspartien gegen den VfL Wolfsburg bestreiten dürfen.

Druck herrsche im Vergleich zum Saisonfinale vor den beiden Duellen allerdings nicht, offenbarte Cheftrainer Ralf Kettemann im Mediengespräch vor dem Spiel: "Jetzt ist irgendwie 0,00, wir sind der absolute Underdog und es fühlt sich komplett anders an." Die Rollenverteilung sei ohne Zweifel klar. Denn eines steht für Kettemann fest: Wolfsburg sei individuell besser besetzt. Dennoch gebe es immer Möglichkeiten, einem Gegner weh zu tun. Dafür brauche es jedoch die richtige Energie, die durch den Wegfall des Drucks entstünde: "Es ist eine gewisse Lockerheit, eine Leichtigkeit, eine Frische bei allen Beteiligten zu verspüren. Mir geht es genauso und das fühlt sich ziemlich geil an."

"Das ist meine Annahme"

Nach wie vor steht Kettemann zu seiner Aussage, dass "von einer Million Deutschen 999.900 sagen würden, Wolfsburg gewinnt" Aber: "Das ist meine Annahme, was die anderen glauben. Ich glaube etwas anderes." Gleichzeitig richtete der Trainer einen Appell an die Fans: "Das ist ein Aufruf an ganz Paderborn. Alles, was an positiven Gedanken und positiver Energie geht, braucht es. Das ist vielleicht eine Once-in-a-lifetime-Chance."

Sollte sich Paderborn gegen den früheren Champions-League-Teilnehmer durchsetzen, wäre das für Kettemann allerdings kein Fußballmärchen: "Wir haben 62 Punkte in der 2. Liga geholt. Wir können schon was und das wissen wir auch." Entscheidend werde jedoch sein, defensiv stabiler aufzutreten als zuletzt: "Das wird uns sonst das Genick brechen."

Im Hinspiel fehlen wird Mika Baur aufgrund einer Gelbsperre. Einen konkreten Ersatz wollte Kettemann noch nicht benennen und verwies lediglich auf "diverse Möglichkeiten". Optimistisch zeigte er sich derweil bei Calvin Brackelmann: "Der hat einen Schlag gekriegt, das ist eine Prellung und tut ein, zwei Tage weh. Wenn der Kollege morgen um 20.30 Uhr anpfeift, dann tut es nicht mehr weh."

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