Kaufoption gezogen: KSC plant langfristig mit Scholl
Abwehrtalent Paul Scholl bleibt beim Karlsruher SC. Der Verein hat beim Leihspieler vom FC Bayern München eine Kaufoption gezogen.
"Seine Anlagen unter Beweis gestellt"
Der 19-jährige Innenverteidiger wurde von 2014 bis 2024 beim FC Bayern München ausgebildet, woraufhin er einen Vertrag für die Zweitvertretung des Rekordmeisters bekam. Im vergangenen Sommer wollte Scholl den nächsten Schritt in seiner Karriere machen und ließ sich zum Karlsruher SC verleihen. Nach 13 Zweitliga-Partien und zehn Einsätzen in der Oberliga haben sich die KSC-Verantwortlichen dazu entschieden, dass das Abwehrtalent fest verpflichtet wird. Seinen Marktwert konnte Scholl schon auf geschätzte 800.000 Euro steigern.
"Paul hat in seinen Einsätzen seine Anlagen und sein Potenzial unter Beweis gestellt - auch in schwierigen Drucksituationen. Mit seinen 19 Jahren steht er noch am Anfang seiner Entwicklung. Als zweikampfstarker und spielintelligenter Innenverteidiger besitzt er ein sehr interessantes Profil, auf das wir fest in unseren Planungen bauen", so Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann. "Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir den gemeinsamen Weg fortsetzen und bedanken uns für die erneut gute Zusammenarbeit beim FC Bayern München."
Teamkollege Herold als gutes Vorbild
Als gutes Vorbild für den Transfer gilt Teamkollege David Herold, der den gleichen Weg wie Scholl gegangen ist. Mittlerweile wird der Linksverteidiger von Bundesligisten umworben, ein Wechsel zu Borussia Mönchengladbach scheint nur noch Formsache zu sein. Dem KSC winkt ein wirtschaftlicher Gewinn. Für Scholl heißt das wiederum, erst einmal an die Leistungen der abgelaufenen Saison anzuknüpfen. "Wir sind mit Pauls Entwicklung sehr zufrieden und waren über die Saison stets in guten Gesprächen. Wir sind davon überzeugt, dass Paul in den nächsten Jahren weitere Entwicklungsschritte bei uns gehen wird. Auf diesem Weg wollen wir ihn in unserem Umfeld, das er durch die Leihe bereits bestens kennt, bestmöglich unterstützen", findet Fußballdirektor Timon Pauls.
Der gebürtige Oberbayer freut sich jedenfalls auf seine weitere Karriere in Karlsruhe. "Ich habe mich von Beginn an beim KSC sehr wohl gefühlt. Ich wurde vom Club sehr gut aufgenommen und konnte hier die nächsten Schritte gehen, um mich stetig weiterzuentwickeln. Das möchte ich in Zukunft weiter forcieren und dafür habe ich beim KSC das optimale Setting", erklärt Scholl. "Aus diesem Grund war ein Verbleib keine große Frage für mich." Über die Höhe der Kaufoption sowie über die neue Vertragslaufzeit machte der Verein keine Angaben. Die Rede ist von einem langfristigen Verbleib.