Effizienter SC Freiburg setzt sich oben fest
Der SC Freiburg hat bereits am Freitagabend mit einem insgesamt souveränen 4:1-Sieg gegen den SV Sandhausen seine Ambitionen untermauert und gleichzeitig den Gipfelsturm der Überraschungsmannschaft um Trainer Alois Schwartz gebremst. Besonders Neuzugang Vincenzo Grifo, der im Sommer von der TSG 1899 Hoffenheim kam, präsentierte sich in bester Spiellaune.
Trainer Christian Streich vertraute in der Innenverteidigung wie schon beim Auswärtssieg in Düsseldorf auf die beiden Eigengewächse Immanuel Höhn und Jonas Föhrenbach, der Spanier Marc Torrejon fehlte hier weiterhin gesperrt. Offensiv kehrte mit Maxi Philipp nach überstandener Krankheit ein weiterer Fußballschüler in die Stammformation zurück. Den Gästen hingegen fehlten mit Kosecki und Bouhaddouz zwei ihren größten Stützen verletzungsbedingt.
Dennoch präsentierte den SVS sich in der Anfangsphase selbstbewusst. Der Sportclub hatte Probleme in die Partie zu finden, es gelang ihnen aber zumindest gefährliche Abschlüsse der Schwarz-Weißen zu verhindern. Eine große Qualität der Freiburger in der bisherigen Spielzeit war ihre konsequente Chancenverwertung – und daran sollte sich nichts ändern. Eigentlich mit dem ersten abgeschlossenen und zielstrebigen Angriff war man wiederum erfolgreich. Nach der Kopfballverlängerung von Nils Petersen war Mike Frantz in rechter Position völlig blank und vollendete halb glücklich, halb künstlerisch per Aufsetzer zum 1:0.
Dass genau dieses Kriterium, der zählbare Torabschluss, in Halbzeit Eins der große Unterschied zwischen beiden Teams sein sollte zeigte sich dann auch in der Folge. Nachdem Andrew Wooten, bisher bester Torschütze seiner Mannschaft, nach 30 Minuten die Riesenchance zum Ausgleich freistehend vertan hatte setzte der Erstligaabsteiger einen vorbildlichen Konter. Am Ende der Kombinationskette stand, bzw. grätschte, wie so oft Petersen, der nach seinem Assist nun selbst vollstreckte. Und es kam noch bitterer: Vincenzo Grifo bat zum Tanz. Nach einer ambitionierten Einzelaktion, bei der ihn kein Sandhäuser wirklich stören konnte, schob der Italiener überlegt in die lange Ecke ein – 3:0 nach 37 Minuten, das Spiel war frühzeitig entschieden.
Im zweiten Durchgang verwaltete der SCF weitestgehend das Ergebnis. Petersen vergab die Großchance zum vierten Tor, dieses besorgte dann wiederum Grifo – erneut in der Kategorie „sehenswert“. Einen direkten Freistoß aus etwa 25 Metern zauberte er in den Winkel. An diesem Abend passte für die Breisgauer fast alles, dieser Treffer war der endgültige Beweis.
Dass die Gäste durch Florian Hübner mit dem Abpfiff nach einer Ecke doch noch auf die Scorerliste kamen konnte da niemanden mehr stören. 4:1 gewonnen, nach fünf Spielen 12 Punkte und in der Tabelle oben festgesetzt – die Freiburger Fußballwelt kommt langsam wieder in Ordnung.