Karlsruher SC: Schwierigkeiten in der Vorwärtsbewegung
Der Karlsruher SC und der VfL Bochum bleiben nach dem 1:1-Unentschieden auch im zweiten Spiel ungeschlagen.
Bochum dominiert erste Halbzeit
Dabei knüpften die Bochumer vor allem in den ersten 45 Minuten an die gute Leistung vom Auftaktspiel gegen Union Berlin an. Die erste Tormöglichkeit gehörte zwar den Gästen, ein Schuss von Yamada stellte für Manuel Riemann aber kein Problem dar (1.). In der Folge kam offensiv aber nicht mehr viel von der Oral-Elf. Vielmehr war es der VfL der sein Potential in der Vorwärtsbewegung unter Beweis stellte. Zunächst klärte Martin Stoll kurz vor Marco Stiepermann (5.); dann schoss Mlapa KSC-Keeper Vollath in die Arme (11.). Erst nach einer knappen halben Stunde zeigten sich auch die Badener mal wieder offensiv aktiv. Nach einem guten Freistoß von Stoppelkamp verpasste Stoll nur knapp. Dem Spielverlauf entsprechend fiel der erst Treffer aber für die Bochumer. Rechtsverteidiger Stefano Celozzi fasste sich nach 34 Minuten ein Herz und traf per sehenswertem Distanzschuss zum 1:0 für die Gäste; sein erstes Tor im VfL-Trikot und in seiner gesamten Profikarriere. So ging es auch in die Kabine, aus der dann aber die Karlsruher besser heraus kamen. Zwar kam es auch zunächst nicht zu Möglichkeiten für die Oral-Elf, jedoch wirkten die Karlsruher nun kompakter und nahmen wesentlich aktiver am Spielgeschehen teil. Das sollte nach 67 Minuten auch belohnt werden. Diamantakos lochte nach einer Torres-Hereingabe zum 1:1 ein. Danach nahm die Partie Fahrt auf. Zunächst vergab Stoppelkamp auf Karlsruher Seite (72.) Dann scheiterte der eingewechselte Quaschner an Vollath (80.). Somit blieb es beim 1:1 mit dem die Karlsruher nach dem Spielverlauf wohl besser leben können.
Trainer sehen gute Partie
Nach der Partie waren beide Trainer mit dem Auftreten ihrer Mannschaft zufrieden. Vor allem mit der ersten Halbzeit konnte sich VfL-Coach Gertjan Verbeek anfreunden: „Mit den ersten 45 Minuten bin ich sehr zufrieden, wir haben vieles richtig gemacht, gut gepresst und den Gegner unter Druck gesetzt. Im zweiten Durchgang haben wir erst nach dem Ausgleich wieder in unseren Rhythmus gefunden und für Torgefahr gesorgt.“ Sein Gegenüber, Tomas Oral, fand ebenfalls positive Worte nach seiner Heimpremiere: „In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner selbst stark gemacht, eigentlich hatten wir das Spiel im Griff. Im zweiten Durchgang konnten wir das Spiel mehr an uns reißen und sind verdient zum Ausgleich gekommen. Aufgrund unserer Personalsituation bin ich nicht unzufrieden mit diesem Ergebnis.“ Jedoch wird auch Oral gesehen haben, dass es beim KSC vor allem offensiv noch einiges zu verbessern gibt. Gerade in der ersten Halbzeit hatten die Karlsruher ihre Schwierigkeiten in der Vorwärtsbewegung. Daran gilt es weiter zu arbeiten. Für beide Teams geht es am kommenden Wochenende im DFB-Pokal weiter. Der VfL reist zu Astoria Walldorf, der KSC hat es beim Zweitligaduell gegen den TSV 1860 München deutlich schwerer.