Darmstadt ertrotzt Remis: "Kompliment an die Spieler und die Fans"

Zum Abschluss der Hinrunde konnte der SV Darmstadt dem favorisierten VfB Stuttgart ein 1:1-Unentschieden abtrotzen. Dabei hielten die Lilien einem Sturmlauf der Gäste stand und konnten wieder einmal gegen einen vermeintlich "Großen" punkten - das freute besonders die Fans am Böllenfalltor.

Grammozis lobt die Zuschauer

Die vermeintlich "Großen" in dieser Saison sind natürlich die Bundesliga-Absteiger aus Stuttgart, Nürnberg und Hannover - dazu kommt noch der Hamburger SV und Arminia Bielefeld als Aufstiegsfavoriten. Bis auf die Pleite daheim gegen die Ostwestfalen konnte der SV Darmstadt gegen all diese Gegner bestehen, das jüngste 1:1-Unentschieden gegen den VfB am Montag bestätigte den Eindruck. Trainer Dimitrios Grammozis verteilte zum Ende der Hinrunde deswegen sein Lob: "Großes Kompliment an die Spieler und die Fans. Ich denke, dieses Zusammenspiel war ein ganz wichtiger Faktor, um gegen so einen Gegner zu bestehen."

Am Böllenfalltor mussten die Lilien dem Offensivdrang der Stuttgarter über 90 Minuten standhalten, zwischenzeitlich schockten die Hausherren mit dem eigenen Führungstreffer. In der Phase kurz danach hätte Darmstadt das Ergebnis sogar noch ausbauen können. "Es gab Chancen auf beiden Seiten und wir machen nicht unverdient das 1:0. Danach hatten wir durch Marvin Mehlem noch die große Chance auf das 2:0, das hätte uns natürlich in die Karten gespielt", bedauerte der Cheftrainer, dass seine Mannschaft die Möglichkeiten zum Nachlegen vergaben. Am Ende kassierten sie den Ausgleich.

"Ein hartes Stück Arbeit"

Die Angst vor einer Niederlage stieg, doch Grammozis konnte auf seine Elf vertrauen. "Wir haben das dann sehr diszipliniert gespielt und hatten mit Tim Skarke und Mehlem auch noch gute Chancen", sah der Deutsch-Grieche die Lilien nicht chancenlos, denn "die Mannschaft hat alles reingeworfen und wir haben so einen nicht unverdienten Punkt erkämpft". Damit schraubte der SVD das Punktekonto auf 20 Zähler rauf, es ist die Hälfte der ominösen 40-Punkte-Marke gegen den Abstieg. "Aber das ist mir zu wenig für die Leistungen, die wir gezeigt haben. Da waren mehr Punkte drin", gab sich Innenverteidiger Immanuel Höhn sofort kämpferisch,

In der Rückrunde sollen jetzt die fehlenden Zähler aufgeholt werden. Über den Punkt gegen Stuttgart war Höhn trotzdem zufrieden: "Es war ein hartes Stück Arbeit heute, besonders am Ende hat man gemerkt, dass der VfB enorme Qualitäten hat. Am Ende war es ein großer Kampf." Das einzige Manko sei ein "ärgerliches 'Dreckstor' vor der Pause" gewesen, das die Darmstädter um den Lohn brachte. " Es war mehr drin, wir hatten unsere Chancen", ärgerte sich Höhn, der sich dem Druck des VfB wiedersetzte. Insgesamt schließen die Lilien die Hinrunde somit vor heimischer Kulisse mit einem Vier-Punkte-Vorsprung vor dem Abstiegs-Relegationsplatz ab. Ein Ergebnis, auf dem alle aufbauen wollen.

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