HSV nach höchstem Saisonsieg ehrlich: "Waren keine vier Tore besser"

Mit dem zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen hat sich der Hamburger SV zurück an die Tabellenspitze katapultiert und beim 4:0 gegen den SV Sandhausen einen kompakten Zweitligafußball gezeigt. Spieler und Trainer wussten den Erfolg hinterher vernünftig einzuordnen und blicken nun zuversichtlich auf den Jahresabschluss gegen den Karlsruher SC. 

HSV erfreut über Effizienz gegen Sandhausen 

Es gibt so Spiele, da spiegelt das Ergebnis am Ende nicht den Spielverlauf wieder. Ein Solches erlebte auch der Hamburger SV am Dienstagabend, als sich die Rothosen äußerst effizient zeigten und durch Tore von Simon Terodde (30./67.), Amadou Onana (78.) und Josha Vagnoman (90.+2) mit dem 4:0 gegen den SV Sandhausen ihren bisher höchsten Saisonsieg einfuhren. "Wir waren sicherlich keine vier Tore besser als sehr fleißige Sandhäuser, die phasenweise mehr Ballbesitz hatten als wir, die sehr beharrlich waren und sehr viel Arbeit auf dem Platz abgeliefert haben. Wir wollten in erster Linie unser Tor sichern und uns mit allem, was wir haben, in jeden Ball werfen", ließ Daniel Thiounes Analyse zum Spiel hinterher erkennen, dass die Partie gegen die Gäste aus dem Hardtwald doch ausgeglichener abgelaufen war, als es das Ergebnis vermuten ließ.

Tatsächlich zeigte der HSV in erster Linie einen kampf- und körperbetonten Fußball, bei dem die Schönspielerei größtenteils auf der Strecke blieb und den man getrost als Zweitligafußball deklarieren könnte. "Wir wissen, dass wir darüber hinaus schöner spielen können - aber nicht erfolgreicher. Und darum geht es", ordnete Thioune den Auftritt seiner Jungs daher ebenso pragmatisch wie richtig ein und dürfte sich schon wenig später nicht mehr für das Zustandekommen interessiert haben. Denn nach zwei Siegen innerhalb von vier Tagen haben die Hansestädter ihre jüngste Ergebniskrise erst einmal überwunden und springen zumindest bis Mittwochabend zurück auf Platz eins. "Die 2. Liga ist harte Arbeit. Das muss man annehmen und das haben wir in den letzten beiden Spielen gemacht", meinte auch Abwehrchef Toni Leistner und kündigte schon einmal "weitere eklige Spiele in dieser Saison" an.

"Wollen auch in Karlsruhe zum Jahresabschluss gewinnen"  

Im Jahr 2020 steht dabei nur noch eine Partie für den HSV auf dem Programm, schließlich ist man im DFB-Pokal nach dem 1:4 gegen Dynamo Dresden schon nicht mehr vertreten. Aber Aber im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC könnte es am kommenden Montag (20.30 Uhr) immerhin noch um die Wintermeisterschaft gehen. "Wir haben jetzt sechs Punkte aus den vergangenen zwei Spielen geholt und wollen nun auch noch in Karlsruhe zum Jahresabschluss gewinnen", gab Tim Leibold daher die forsche Zielsetzung für das letzte Pflichtspiel des Jahres bekannt und würde sich über einen ähnlichen Spielverlauf wie gegen Sandhausen wohl nicht beschweren.

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