Nur 18 Punkte nach Hinrunde: Anfang bekommt Rückendeckung

Die Hinrunde des SV Darmstadt 98 endete drei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. Zweifel an Cheftrainer Markus Anfang kommen aufgrund des knappen Abschneidens bei den SVD-Verantwortlichen nicht auf. Allen voran stärkte Sportchef Carsten Wehlmann ihm nach der 0:2-Niederlage gegen Kiel den Rücken. Qualitativ sehen sich die Darmstädter gewappnet.

"Diskutieren nicht über den Trainer"

Vor einigen Jahren faszinierte Markus Anfang mit Holstein Kiel in der 2. Bundesliga, am Sonntag zeigten die Störche ähnliche - wenn nicht gar bessere - Fertigkeiten. Gegen Markus Anfang, der als Cheftrainer vom SV Darmstadt 98 eine Niederlage gegen den Ex-Klub erlitt. Mit 18 Punkten nach 17 Spielen bleiben die Lilien hinter den Erwartungen, die in der Rückrunde der letzten Saison mit 32 Zählern aufgebaut wurden. Nun geht der Blick nach unten.

"Wir diskutieren nicht über den Trainer, sondern mit dem Trainer darüber, wie wir die Fehler vermeiden können und was wir tun können, um wieder zu punkten", erläutert Sportchef Carsten Wehlmann gegenüber der "Bild", dass es für Anfang weiterhin Rückendeckung gibt. Zu Saisonbeginn übernahm der 46-Jährige für Dimitrios Grammozis, konnte aber bislang nur 1,06 Punkte pro Liga-Spiel erzielen. Wehlmann ist von seinem neuen Coaches weiterhin überzeugt: "Wir haben vollstes Vertrauen in die Arbeit des Trainers."

Anfang fehlt der Anschluss

Das Spiel gegen den Ex-Verein zeigte dafür allerdings nur selten Argumente. "Ab der 30. Minute hat uns Holstein Kiel klar dominiert", beobachtete Anfang, wie seiner Mannschaft das Spiel nach einem ordentlichen Start entglitt. Ein Gegentreffer kurz vor der Halbzeitpause war die Quittung. Anfangs erste Analyse: "Insgesamt haben wir in der ersten Halbzeit viel zu viele Zweikämpfe verloren und haben den Kielern zu viele Räume gegeben." Nach dem Seitenwechsel folgte zwar ein verhaltenes Aufbäumen, aber ein Eigentor nahm der Sache den Wind aus den Segeln.

Dabei zeigten die Lilien nach dem zweifachen Rückstand ihre stärkste Phase. "Wenn wir den Anschluss machen, kommen wir wieder zurück ins Spiel. Aber wir machen die Tore nicht", haderte Anfang mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Darmstadts Torquote bei Siegen ist durchaus bemerkenswert, schossen sie in den fünf Erfolgen doch gleich 17 (!) Tore. Allerdings folgten in zwölf weiteren Partien nur zehn Treffer. "Wir wissen, was wir können, welchen Fußball wir in dieser Saison auch schon gespielt haben", zweifelte SVD-Stürmer Felix Platte nicht am Selbstvertrauen der Mannschaft. Aber: "Uns fehlt der letzte Punch." Daran darf Anfang vorerst weiterarbeiten.

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