"Nehmen wichtigen Punkt mit": BTSV bleibt weiter ungeschlagen
Drei Spiele in Serie musste Eintracht Braunschweig keine Niederlage mehr einstecken. Beim 1:1 in Karlsruhe am Samstagnachmittag war gar mehr drin, aber am Ende konnten alle Akteure mit dem gewonnen Punkt leben. Dennoch sorgte das nicht gegebene 2:0 für ein wenig Verwunderung.
"Eine Verbesserung gesehen"
Eine frühe Eintracht-Führung, ein vom VAR aberkannter zweiter Treffer sowie eine gelb-rote Karte gegen Keeper Jasmin Fejzic und quasi im selben Atemzug der 1:1-Gegentreffer: Über einen Mangel an diskutablen Szenen konnte sich am Samstag in Karlsruhe wahrlich niemand beklagen. "Beide Mannschaften, alle Spieler auf dem Platz, haben viel investiert", merkte BTSV-Coach Michael Schiele nach dem Spiel an. Trotz "viel Druck vom Gegner" habe seine Mannschaft "gut verteidigt, auch die vielen Standards", lobte der Übungsleiter.
Dies konnten die Braunschweiger, da bereits die vierte Spielminute den Führungstreffer von Lion Lauberbach bereithielt, den die Gäste fortan zu verteidigen versuchten – und dies gegen formstarke Karlsruher auch lange taten. Auch Mittelfeldmann Robin Krauße erkannte, dass er und seine Teamkollegen hinten "viel leiden" mussten, aber vorne "selber noch ein zwei gute Chancen" hatten, um den Deckel draufzumachen.
"Muss man nicht zurücknehmen"
Die größte Chance brachte sogar das 2:0. Nach einem Ballverlust von Heise übernahm Joker Hennig die Kugel, dessen abgeblockter Versuch beim ebenfalls eingewechselten Multhaup landete, der ins kurze Eck versenkte (57.). Nach langer Sichtung kam Schiedsrichter Lechner zu dem Entschluss, ein Stürmerfoul von Henning gegen Heise gesehen zu haben. "Ich habe die Szene nicht nochmal gesehen, aber in meiner Wahrnehmung ist der Gegner weggerutscht und mir dabei in die Beine", erklärte sich Henning. "Meiner Meinung nach muss man das nicht zurücknehmen", merkte auch Trainer Schiele an. Beim sonst überragenden Keeper Fejzic kochten die Emotionen nach dem kurz darauf folgenden Gegentreffer über (69.), sodass die Braunschweiger das Remis in Unterzahl über die Zeit kämpften.
Ein gewonnener Punkt oder zwei verlorene? Das war am Ende dann die Frage. Die Akteure selbst fanden eine klare Antwort. "Am Ende, wenn man sich das im Ganzen betrachtet, ist man mit dem Unentschieden zufrieden", gab Schiele den Tenor vor. Auch Henning sah "eine Verbesserung" der Leistung. Generell verlor die Eintracht nur eines ihrer letzten fünf Spiele und ist nach dem dritten ungeschlagenen Spiel in Serie auf den 14. Rang gerückt. Zwar ist die Lage mit lediglich einem Zähler vor den Abstiegsrängen misslich, doch wolle man nun "weiter angreifen, nächste Woche dann zuhause gegen Kaiserslautern." Verzichten werden sie dabei auf ihren Torhüter müssen, doch Wille ist den Braunschweigern derzeit nicht abzuerkennen.