Derby-Schwung mitnehmen: HSV im Elbduell gegen Ex-Coach gefordert

Wie viel Schwung gibt der Derby-Sieg dem Hamburger SV für das Fernduell im Aufstiegskampf? Beim 1. FC Magdeburg (Samstag, 13 Uhr) kann Tim Walter die Ambitionen mit seiner Mannschaft weiter untermauern. Dafür muss der Cheftrainer erneut eine Personalfrage im Defensivbereich beantworten. Die Überzeugung ist da.

"Sehr gutes Team mit sehr guter Entwicklung"

Jonas Meffert kassierte im Derby die fünfte gelbe Karte, weswegen der defensive Mittelfeldspieler im kommenden Duell mit Magdeburg ersetzt werden muss. "Wir müssen also umbauen, aber das mussten wir zuletzt häufiger", ließ sich HSV-Coach Tim Walter davon nicht beunruhigen. Generell bereiteten ihm die andauernden Personalfragen im Defensivbereich keine Sorgen. "Die Mannschaft nimmt diese Situation toll an. Wie genau wir das dann am Sonnabend lösen, das werden wir sehen, denn wir haben mehrere personelle Möglichkeiten", so Walter. Ob Bakery Jatta (Blessur) und Jean-Luc Dompé (Sprunggelenksprobleme) rechtzeitig fit werden, sei offen - aber nicht ausgeschlossen.

In Magdeburg trifft der HSV auf einen alten Bekannten, denn mit Christian Titz hat ein Ex-Coach aus dem Abstiegskandidaten in der 3. Liga innerhalb von kurzer Zeit eine stabile Zweitliga-Mannschaft gemacht. "Wir treffen auf eine sehr gute Mannschaft, die eine sehr gute Entwicklung genommen hat", erkannte auch Walter an. "Das wird eine spannende Aufgabe gegen eine Mannschaft, die guten Fußball spielt." Dazu sind bekanntlich auch die Hamburger in der Lage, wie zuletzt in den Heimspielen gegen Hannover (6:1) und St. Pauli (4:3) deutlich wurde. Der letzte Auswärtssieg ist hingegen auf Februar datiert.

Aus Zuversicht wird Überzeugung

Von den äußerlichen Faktoren ließ sich Walter jedoch nicht beeindrucken. Auch die positiven Erlebnisse aus dem Derby spielen gegen Magdeburg keine übergeordnete Rolle mehr. "Wir hatten am vergangenen Wochenende im Derby ein sehr besonderes und unvergessliches Erlebnis, und den Schwung aus diesem Spiel wollen wir auch unbedingt mitnehmen, doch jetzt haben wir nur den 1. FC Magdeburg im Fokus", gab der Coach lediglich vor. Und klar ist: "Wir werden in den verbleibenden Spielen alles geben, um am Ende aufzusteigen."

Im Endspurt kommt es zur kuriosen Situation, dass Hamburg und Heidenheim gegen dieselben Mannschaften antreten werden - in anderer Reihenfolge logischerweise. Die allgemeine Entwicklung an der Elbe machte Walter zusätzlichen Mut, dass dem HSV die Puste nicht ausgehen wird. "Wir haben aktuell elf Punkte mehr auf dem Konto als zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison, damit sind wir sehr zufrieden und betrachten unsere Situation als gute Ausgangsposition", blickte der Cheftrainer zurück - und aus Zuversicht wird daher Überzeugung: "Ich bin von meiner Mannschaft total überzeugt, denn wir haben nicht nur das Können, um unser Ziel am Ende zu erreichen, sondern auch den absoluten Willen und die Überzeugung."

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"